Erstellt am 23. September 2015, 08:44

von Richard Vogler

Ende für Flüchtlingslager. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch wurden die letzten Asylwerber vom Festivalgelände weggebracht, es werden keine mehr kommen.

 |  NOEN, Vogler Richard

Mitte vergangener Woche war das Asyllager am Festivalgelände bereits aufgelassen – aufgrund der großen Anzahl an Flüchtlingen wurde die Ottakringer Arena wieder reaktiviert und Montagnachmittag waren 570 Asylwerber untergebracht. Nun ist das Flüchtlingslager wieder leer. In der Nach von gestern auf heute wurden die letzten Asylwerber weggebracht und es werden keine Flüchtlinge mehr kommen. „Die Vereinbarung zwischen dem Bundesministerium, dem Samariterbund und der Familie Bogner endet mit Dienstag, 24 Uhr“, berichtete Samariterbund-Geschäftsführer Wolfgang Dihanits zu Beginn dieser Woche.

Zelt müsste beheizt werden

Zu diesem Zeitpunkt war man sich nicht zu 100 Prozent sicher, ob dies auch so umgesetzt wird. „Die letzten zwei Wochen haben sich gezeigt, dass sich immer wieder etwas ändern kann, dennoch deutet alles darauf hin. Das große Festzelt ist offen, aufgrund der mittlerweile kalten Temperaturen müsste das Zelt beheizt werden“, berichtete Dihanits, um weiter auszuführen: „Natürlich könnte man es beheizen. Dies würde aber sehr hohe Kosten verursachen und ein Problem wäre das Kondenswasser, das vom Abschluss des Zeltes oder von oben herabtropfen würde. Jede andere Lösung, Flüchtlinge unterzubringen, wäre eine bessere“, so Dihanits am Montag. Seit Mittwoch morgen ist jedoch gewiss, dass das Lager in Wiesen aufgelassen wird.

Zusammenarbeit hat wirklich optimal geklappt

Die Mitarbeiter des Samariterbundes leisteten tolle Arbeit, der Chef der Erste Hilfe-Organisation ist jedoch auch voller Lob für die „Freiwilligen, die uns unterstützt haben. Und auch die Familie Bogner hat Großartiges geleistet. Sie haben die Unterkunft zur Verfügung gestellt und die Zusammenarbeit hat wirklich optimal geklappt“, so Dihanits.

Geht es nach Mini Bogner, so „war Wiesen nur ein Bruchteil von dem, was in ganz Burgenland an Hilfe geleistet wurde. Es macht uns stolz, dass mit soviel Bereitschaft und mit so viel Herz freiwillige Helfer hier ihr Bestes gaben und mit vollem Einsatz den Betroffenen in jeder Weise halfen. Es wäre unpassend sich als Einzelner hervorzutun. Wir glauben im Namen all unserer Helfer, in Wiesen sagen zu können, es war uns eine Ehre, ein Teil dieser vielen helfenden Hände gewesen zu sein.“