Erstellt am 22. Mai 2014, 12:00

Endlose Geschichte um Fahrradbrücke. Römersee / Die schon lang geplante Fahrradbrücke beim Römersee ist laut der Baufirma fertig. Was jedoch noch immer fehlt, ist die Rampe.

Diese Fahrradbrücke, die die Lücke im Radnetz der Region Rosalia schließen soll, wird wohl nur schwer mit dem Rad zu passieren sein.  |  NOEN

Die Diskussion über die Fahrradbrücke beim Römersee - die letzte Baustelle im Radwegnetz der Region Rosalia - ist noch nicht beendet.

Nachdem sich die Gemeinden Bad Sauerbrunn und Wiesen jahrelang nicht über die Kosten einig werden konnten, die der Brückenbau über den Quellbach des Römersees verursachen würde, schien heuer endlich ein Ausweg in Sicht, nachdem im Frühjahr mit den Bauarbeiten der Brücke begonnen wurde.

Für Errichtung der Rampe muss Gemeinde neuen Auftrag erteilen

Recht verwundert hat es Römerseegeschäftsführerin Margit Rass dann doch, als es aus dem Büro, der mit der Errichtung beauftragten Baufirma vor einigen Wochen hieß, dass der Brückenbau hiermit abgeschlossen sei (siehe Foto). „Ja, es stimmt, wir haben den Auftrag der Gemeinde abgeschlossen und eine Brücke errichtet“, bestätigt Baumeister Burgmann, und fährt fort: „Für die Errichtung einer Auffahrtsrampe muss die Gemeinde einen neuen Auftrag erteilen.“

Wiesens Bürgermeister kann die Radsportler aber beruhigen: „Vor wenigen Tagen haben wir den Bau der Auffahrtsrampen in Auftrag gegeben.“ Zu den Verzögerungen kam es, weil es an Geld mangelte. Das Projekt wurde zu 40 Prozent vom Land finanziert, die angrenzenden Gemeinden Pöttsching, Wiesen und Bad Sauerbrunn mussten zu gleichen Teilen die restlichen 60 Prozent aufbringen.

„Pöttsching hat das Geld sofort bereitgestellt, und auch wir haben unseren Anteil bezahlt“, berichtet Weghofer, „einzig aus Bad Sauerbrunner kam bis heute kein Cent“, ist er verärgert. Eben weil dieses Geld fehlte, konnte das Projekt zunächst nur teilrealisiert werden, Bachüberbrückung und Rampenbau mussten separat vergeben werden.

„Wir haben letzte Woche bei der Gemeindevorstandssitzung beschlossen, das Geld für die Fertigstellung locker zu machen und hoffen in einigen Wochen die Brücke vollständig freigeben zu können, und das Bad Sauerbrunn auch seinen Anteil leistet“, so Weghofer.