Erstellt am 27. Juli 2011, 00:00

Entlaufene Pitbulls attackierten Labrador. FAHRLÄSSIG? / Zwei Kampfhunde entkamen ihrem Besitzer und verletzten einen jungen Labrador. Anzeige wurde erstattet.

Beängstigend. In Antau wurde ein Labrador von entlaufenen Pitbulls gebissen. Antauer Bevölkerung fürchtet um ihre Sicherheit.SYMBOLFOTO  |  NOEN
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ANTAU / Ein junger Labrador wurde vor kurzem von zwei entlaufenen Pitbulls angefallen und mehrfach gebissen. Sowohl die Ortsbevölkerung als auch die unmittelbaren Nachbarn des Hundebesitzers sind verunsichert.

Vor allem wegen der Kinder ist dies ein heikles Thema, meint eine junge Mutter aus Antau und sie fügt hinzu: Ich habe auch mit anderen Müttern gesprochen, die nun alle etwas ängstlich sind. Wenn mir so ein Hund auf der Straße begegnet, weiß ich nicht wie ich mich verhalten soll. Was ist, wenn er auf einen Menschen losgeht?

Auch Bürgermeister Adalbert Endl nimmt den Vorfall keinesfalls auf die leichte Schulter: Zuvor hatten wir noch keine Probleme mit Hunden in Antau. Das eine oder andere Mal hat vielleicht ein Hund nicht an der richtigen Stelle seine Notdurft verrichtet, aber sonst gab es nichts dergleichen. Seit ich von der Anzeige gehört habe, mache ich mir schon Sorgen.

Es geht um die Sicherheit  der Antauer Bevölkerung

 

Der Ortschef versichert alle rechtlichen Schritte zu tätigen um so etwas zukünftig zu vermeiden. Laut Endl habe er bereits mit der Bezirkshauptmannschaft Kontakt aufgenommen, die die richtige Haltung der Hunde überprüfen soll. Die Sache hat Folgen. Ich werde alles mir mögliche tun. Immerhin geht es um die Sicherheit der Bevölkerung.

Was genau passiert ist? Mein Freund war zu Hause mit dem Hund, der plötzlich angefangen hat zu bellen. Mein Freund hat geglaubt der Nachbar steht vor der Tür und deshalb hat er das Tor geöffnet, schildert die Besitzerin des verletzten Labradors den Vorfall. Die beiden Pitbulls stürmten laut der Antauerin in den Garten und gingen sofort auf den Labrador los. Mein Freund hat mich angerufen und ich bin sofort nach Hause gekommen, so die Hundebesitzerin. Laut der Antauerin waren die beiden Pitbulls sehr aggressiv und hatten beide kein Halsband. Keiner wollte sie angreifen. Wir haben daraufhin eine Bekannte verständigt, die die Hunde kennt und sie zum Haus ihres Besitzers gebracht hat, der jedoch nicht zu Hause gewesen ist, schildert die Antauerin, die mit ihrem verletzten Hund sofort zum Tierarzt fuhr.

Der junge Labrador wurde von seinen Angreifern am Lauf und am rechten Vorderfuß verletzte und musste genäht werden. Zwar sind die Wunden mitterweile gut verheilt, jedoch ist der Labrador nach der Attacke immer noch ängstlich. Ich habe eine Hundetrainerin engagiert, die wie eine Hundeflüsterin mit ihm arbeitet, so die Antauerin.

Gegen den Hundebesitzer, der aus Eisenstadt zugezogen sein soll, wurde Anzeige erstattet. Seine Hunde sollen bereits des Öfteren durch ein Loch im Zaun entlaufen sein.

Erst Anfang Juni wurde ein 5-jähriges Mädchen bei einer Pitbullattacke in Mattersburg schwer verletzt. Das junge Opfer wurde vom Notarzthubschrauber ins Allgemeine Krankenhaus nach Wien geflogen, wo ihre Verletzungen, die sich großteils am Kopf befanden, versorgt wurden.

Im Gegensatz zu anderen Bundesländern gibt es im Burgenland noch keinen verpflichtenden Hundeführschein (auch bekannt als Hundeführerschein und Hundeschein) für sogenannte Kampfhunde.