Erstellt am 26. August 2015, 10:07

von Alfred Wagentristl

Erneut Vandalenakt an Kunstwerk. Nachdem bereits im Frühjahr Unbekannte die Kunstwerke Bildhauers Heinz Bruckschwaiger beschädigten, wurde vor Kurzem erneut der Zeiger seines Zeitstuhls abgebrochen.

Verärgert. Bereits zum zweiten Mal wurde Heinz Bruckschwaigers Zeitstuhl zwischen Sigleß und Krensdorf von Unbekannten beschädigt.  |  NOEN

Der Schaden an der Sonnenuhr aus Messing und Bronze beläuft sich auf überschaubare 200 Euro, der Zeitaufwand für die Reperaturen und der Frust über die sinnlose Zerstörung sind das eigentliche Ärgernis.

Im April war der Zeiger in einem nahegelegenen Gebüsch wieder aufgetaucht, diesmal scheint er endgültig verschwunden zu sein.

BVZ.at hatte im Frühjahr berichtet:

„Vielleicht taucht er im Herbst auf, wenn die Blätter zu fallen beginnen,“ gibt sich der studierte Bildhauer wenig zuversichtlich. Er hat zwar Anzeige bei der Polizeidirektion Mattersburg erstattet, Hoffnungen, dass die Täter noch ausgeforscht werden, macht er sich wenig.

Auch auf Seiten der Gemeinde ist man bemüht, Heinz Bruckschwaiger und den Verein „KUNZT“ (Kunst und Natur zusammenführen) in ihrer Arbeit zu unterstützen. Durch die nächste Gemeindeaussendung soll die Bevölkerung sensibilisiert werden und um Hinweise gebeten werden.

Da der Zeitstuhl, die Schautafel bei der Himmelsleiter und der Siebenweidenkreis örtlich verstreut sind und teilweise außerhalb der Gemeinde stehen, ist eine gezielte Zerstörung nicht auszuschließen: „Ich wüsste zwar keine Feinde, war aber bis vor acht Jahren politisch aktiv und Bürgerlisten sind nicht gern gesehen. Aber das ist lange her und eher unwahrscheinlich.“

„Wir wollen begehbare Skulpturen
aller fünf platonischen Körper aus
Holz- und Rheinziegeln errichten.“

Ob der jüngste Fall nun persönlich motiviert oder ein Akt der Willkür war, Heinz Bruckschwaiger will weitermachen. Mit seinem Verein hat er schon die nächsten Pläne:

Gemeint sind geometrische Körper wie der Oktaeder, zwei Pyramiden, die sich die Basis teilen und auf der Spitze stehen.

Um die Region wirtschaftlich zu unterstützen, würden mit der Durchführung des Projekts ausschließlich heimische Betriebe aus der näheren Umgebung beauftragt werden. Bei der Finanzierung hofft der Verein „KUNZT“ auf die neue Förderschiene der EU und Unterstützung durch die Gemeinden.