Erstellt am 30. Oktober 2013, 07:45

Erneuter Betrug bei Postpartner. Telefonbetrüger / Anrufer forderte eine Postpartner-Mitarbeiterin auf, Zahlungscodes durchzugeben. Schaden im vierstelligen Bereich.

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Telefonbetrüger / Eine Mitarbeiterin der Postpartnerstelle des Gemeindeamtes Rohrbach ging vergangene Woche einem Betrüger auf den Leim.

Betrug kam bei Kassenabschluss ans Licht

Der derzeit noch unbekannte Täter rief die junge Angestellte des Postpartners an und gab sich als Mitarbeiter der Firma „Transact Co. Companion“ aus, welcher mit der Aktualisierung des Postsystems beauftragt sei. Im Verlauf des Gesprächs lockte er der jungen Frau nicht weniger als 22 Codes für „pay-safe-cards“ heraus.

Mit diesen Karten, auf denen ein Geldbetrag geladen ist, können im Internet anonym Bestellungen bezahlt werden, ohne Konto- oder Kreditkartennummer bekanntzugeben.

Bei Kassenabschluss wurde der offensichtliche Betrug und der daraus entstandene Schaden, im niedrigen vierstelligen Eurobereich, bekannt. Ein Rückruf unter der vom Betrüger angegebenen Telefonnummer war nicht mehr möglich und Nachforschungen ergaben, dass die vorgegebene Firma nicht existiert. Das Landeskriminalamt Burgenland wurde in Kenntnis gesetzt. Ermittlungen sind im Gange.

Ähnlichkeiten zu Vorfall in Hirm im August

Ein ziemlich ähnlicher Vorfall ereignete sich Ende August bei dem Postpartnerbetrieb in Hirm. Der unbekannte Täter rief in der Postpartnerstelle an und behauptete ein Postmitarbeiter zu sein.

Er verlangte von der dortigen Mitarbeiterin, ihm Codes von „pay-safe“-Zahlungskarten durchzugeben, die die Postpartnerstelle im Angebot hat. Dabei entstand ein Schaden von 900 Euro.

Stefan Fuchs, Pressesprecher der Post AG: „Jeder Mitarbeiter wird über das EDV-System über den Startbildschirm informiert, telefonisch keines Codes durchzugeben. Zudem ist auf den ausgedruckten Codes dezitiert vermerkt, dass die Codes keinesfalls übers Telefon durchgegeben werden dürfen. Wir haben vor in nächster Zeit das Telefonsystem der Postpartner umzustellen. Anrufer werden somit zuerst mit unserem Kundenservice verbunden, da sich viele Kunden oft mit ihren Fragen an die falsche Stelle wenden.“