Erstellt am 04. September 2013, 00:00

EU-Pläne: Protest bei den Trafikanten. Vor dem Beschluss / Aromastoffe und Slim-Zigaretten sollen verboten, Gruselbilder auf den Zigarettenpackungen angebracht werden.

Grauslich. Solche Bilder sollen in naher Zukunft die Zigarettenpackungen zieren. Foto: Vogler  |  NOEN, Vogler
Von Richard Vogler

Vor dem Beschluss / Tausende Tabaktrafikanten in Österreich folgen dem Aufruf zum gemeinsamen Protest und verwandelten bis Mittwoch dieser Woche ihre Geschäfte in „Gruselkabinette“. Der Verband der Cigarren- und Pfeifenfachhändler Österreichs (VCPÖ) initiierte die Aktion und verteilte vorab 1,7 Millionen Bildkarten mit den von der EU geplanten Schockbildern, hinter welchen die Zigarettenpackungen in den Verkaufsregalen versteckt werden.

„Die Bevormundung der EU ist ein Witz“

Der Grund dafür? In der nächsten Woche sollen im EU-Parlament die Änderungen der EU-Tabakprodukt-Richtlinie der Öffentlichkeit beschlossen werden.

Neben den Gruselbildern, die zukünftig die Zigarettenpackungen zieren sollen, ist auch geplant, Slim-Zigaretten, diverse Packungsformate sowie Menthol, Vanille und andere Aromastoffe zu verbieten. Hertha Messner von der Mattersburger Trafik Spuller hält fest, dass „die EU mit ihren Plänen entschieden zu weit geht, so kann das nicht sein“.

Der Mattersburger Trafikant Gerald Neuberger schließt sich dem österreichweiten Protest ebenso an: „Die Bevormundung der EU ist ein Witz. Jeder, der rauchen will, soll rauchen.“ Und Claudio Datlinger (er führt seine Trafik in der Mattersburger Michael Kochstraße) tönt ins selbe Horn: „Seit zwei Jahren geht die EU auf uns Trafikanten los.“