Erstellt am 28. Januar 2015, 07:14

von Michael Kremser

„Mehlbombe“ unter Viadukt. Vergangene Woche zündeten bislang Unbekannte eine Mehlbombe – die Explosion war in weiten Teilen Mattersburgs deutlich hörbar. Polizei geht von einem Streich aus.

Beim Eintreffen der Polizei fehlte von den Tätern bereits jede Spur - lediglich der weiße Mehlstaub und die Überreste der Verpackung waren als Hinweis auf eine »Mehlbombe« zu finden. Foto: zVg  |  NOEN, zVg
Mittwoch vergangener Woche riss es wohl so manchen Bewohner der Bezirkshauptstadt aus dem Schlaf. Die Anrainer der Siedlungen im Bereich rund um das Viadukt nahmen gegen 22 Uhr einen lauten Knall wahr, der sich nach einer Explosion anhörte.

Sofort starteten wüste Spekulationen in den sozialen Netzwerken und auch tags darauf war das Ereignis großes Gesprächsthema in der Stadt.

Polizei fand nur Mehlpulver und Verpackungsreste

Die Polizei kam nicht umher den Vorfall zu untersuchen, kann aber beruhigen: „Wir sind zum Viadukt gefahren und haben uns ein Bild gemacht, konnten aber keine Beschädigung, die auf eine Explosion hindeuten würde, feststellen“, heißt es von einem Beamten im Gespräch mit der BVZ.

Nach genauerer Inspektion des Geländes fanden die Beamten lediglich Mehlpulver und Reste der Verpackung beim unteren Viaduktboden in der Nähe der UNION-Sportanlagen. Man geht hier demnach davon aus, dass eine sogenannte „Mehlbombe“ gezündet wurde.

Dabei handelt es sich um nichts anderes als eine Packung Mehl, in die man einen Knallkörper steckt und diesen dann entzündet.

„Gehen von einem einfachen Lausbubenstreich aus“

Um welche Art von Knallkörper es sich dabei gehandelt hat, könne man allerdings nicht sagen. Der dadurch entstandene Lärm lässt sich auf die akkustischen Bedingungen unter dem Viaduktbogen zurückführen.

„Wir gehen hier von einem einfachen Lausbubenstreich aus, und da wir keine Schäden feststellen konnten und auch niemand Anzeige erstattet hat, zudem eine Umweltverschmutzung oder Sachbeschädigung auch nicht vorlag, könnte man den Tätern höchstens eine Verwaltungsstrafe wegen Lärmbelästigung nach 22 Uhr anhängen“, erläutert der Beamte im abschließend.