Erstellt am 15. April 2015, 06:15

von Michael Kremser

KUZ-Neu soll 2017 eröffnet werden. Vergangene Woche präsentierte die SPÖ die weitere Vorgangsweise bei der Sanierung des Kulturzentrums.

 |  NOEN, BVZ

Der Fahrplan für die weitere Vorgangsweise in der Causa KUZ-Mattersburg steht – vergangene Woche wurde er vom zuständigen Landesrat Helmut Bieler und Stadtchefin Ingrid Salamon vor Ort präsentiert. 2017 soll das KUZ Mattersburg wiedereröffnet werden.

Zur Vorgeschichte: Im vergangenen Jahr haben Bieler und Salamon die Abrisspläne für das Kulturzentrum der Bezirkshauptstadt, immerhin das älteste burgenlandweit, vorgelegt, woraufhin sich eine Bürgerinitiative gegründet hat, die sich gegen dieses Vorhaben aussprach. Ein Kriterienkatalog für einen Architektenwettbewerb wurde erarbeitet, der die Instandhaltung wesentlicher Teile des Gebäudes beinhaltet. Von Seiten des Landes wurde nun grünes Licht für die Ausschreibung gegeben. Bis zum Sommer sollen konkrete Pläne für die Umgestaltung entstehen.

Im August soll Jury über bestgeeigneten Entwurf entscheiden

„Das Ziel ist ein zeitgemäßes Kultur- und Veranstaltungszentrum mit den Schwerpunkten Sprach- und Literaturpflege, Kinder- und Jugendtheater sowie für gesellschaftliche Ereignisse “, betonte Landesrat Bieler beim Lokalaugenschein. Das Ausschreibungsverfahren wird rund drei Monate dauern. „Über den bestgeeigneten Entwurf wird spätestens im August eine Jury entscheiden. Im September soll der Auftrag an den Generalplaner ergehen“, so Bieler.

In der Zwischenzeit wird auch ein EU-Projekt für regionale Künstlerinnen und Künstler erarbeitet, kündigte SPÖ-Klubchef Illedits an. Kritiker stehen der Vorgangsweise jedoch mehr als nur skeptisch gegenüber. Für ÖVP-Stadt-Vize Michael Ulrich ist klar: „Es braucht mehr Tempo bei der Sanierung des Kulturzentrums. Zusätzlich braucht es die weitere Einbindung der Bevölkerung und größtmögliche Transparenz.“

Auch ÖVP-Bezirksparteiobmann Christian Sagartz spart nicht an Kritik: „Anstatt alle Partner – besonders die Bürgerplattform, alle Parteien und die künftigen Mieter – an einen Tisch zu holen, wird rund um das Thema KUZ politisches Kleingeld gewechselt. Dieses SPÖ-Wahlkampfgeplänkel ist unnötig und verzögert eine gemeinsame Lösung.“