Erstellt am 15. Februar 2012, 00:00

Faschingsumzug ohne Kinder. VERÄRGERTE ELTERN / Wiesener Volksschule nimmt nicht an der Faschingsveranstaltung teil. Elternverein sieht das als Akt der Willkür von Direktorin Renate Auer.

WIESEN / Der Elternverein ist über Volksschuldirektorin Renate Auer verärgert: Zunächst wurde zugesagt, dass die Kinder am Faschingsumzug teilnehmen dürfen, diese wieder jedoch wieder revidiert: Sie legte fest, dass am Faschingsdienstag normaler Schulbetrieb sei und die Schule am Faschingsumzug nicht teilnehmen werde.

Der Schriftführer des Elternvereins, Dietmar Rath, selbst Vater eines Schulkindes in der ersten Klasse, kann das nicht verstehen. „Zu Beginn des Schuljahres haben die Eltern eine Mitteilung der Schulleitung unterschrieben, in der fixiert wurde, dass in der ersten Schulstunde des Faschingsdienstags für alle Schüler eine Faschingsfeier stattfindet und danach der Unterricht enden werde“, so hieß es laut Rath.

Empörung beim  Elternverein

„Diese Mitteilung bedeutete für die Eltern auch, sich am Faschingsdienstag entweder beurlauben zu lassen oder jemanden für die Betreuung des Kindes zu organisieren. Die Kinder wussten, dass sie an diesem Tag schulfrei haben und am Faschingsumzug aktiv oder als Zuschauer teilnehmen können“, empört sich der Schriftführer.

Der Elternverein wurde daraufhin im Jänner aktiv und fragte bei der Schulleitung an, ob nicht die Möglichkeit bestünde, gemeinsam am Faschingsumzug teilzunehmen, um einerseits die Brauchtumspflege in der Gemeinde und andererseits die Schulpartnerschaft zu fördern. Dies wurde, laut Rath, seitens der Schulleitung abgelehnt. Bei der Zeugnisverteilung teilte dies Direktorin Auer den Eltern auch per Mitteilungsheft mit.

Landesschulinspektor  begrüßt Brauchtumspflege

Bereits Anfang Februar wurde Landesschulinspektor Erwin Deutsch vom Elternverein um Unterstützung für sein Vorhaben gebeten. Er stellte klar, dass es von Seiten der Schulbehörde am Faschingsdienstag keine Genehmigung gibt, den Unterricht entfallen zu lassen. Es wird aber im Rahmen der Brauchtumspflege begrüßt, wenn die Schule an solchen Veranstaltungen teilnimmt.

„Wir vermissen von der Schulleitung das partnerschaftliche Zusammenwirken, obwohl in der Vergangenheit alle Schritte gesetzt wurden, um ein förderliches Miteinander zu ermöglichen. Solche Maßnahmen sind Willkürakte der Schulleitung, die zu Lasten der Kinder gehen“, so der Elternvertreter.

Volksschuldirektorin Renate Auer war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.