Erstellt am 20. Februar 2015, 13:25

von Michael Kremser

Festival-Organisatoren verärgert. Nach der öffentlichen Kritik der ÖVP Bad Sauerbrunn in den vergangenen Jahren machen nun die Organisatoren des Rock‘n‘Roll-Festivals ihrem Ärger Luft.

Die Veranstalter betonen den Charakter eines Familienfestes. Informationen zum heurigen Programm auf www.rocknrollkurpark.com  |  NOEN, zVg
Seit 2008 findet im Kurpark das „Rock‘n‘Roll-Festival“ statt. Jahr für Jahr pilgern tausende Anhänger der 50er-Jahre und Biker-Fans in den Kurort.

Dies stößt der ÖVP Bad Sauerbrunn, allen voran Obmann Ulrich Langthaler auf – er wettert mittels Aussendungen seit zwei Jahren gegen die Veranstaltung (die BVZ berichtete). Ein Umstand, der wiederum den Organisatoren bitter aufstößt.

Rasenzerstörung: „Prüfen jedes Jahr im Voraus“

„Die ÖVP verbreitet seit zwei Jahren Unwahrheiten über unser Festival, so stimmen beispielsweise die veranschlagten Kosten, über die sie sich beschweren, nicht im geringsten, und auch der Vorwurf, wonach Gemeindemitarbeiter zusätzlich zum Einsatz kommen, ist so nicht richtig – die arbeiten ohnehin für die Gemeinde, zudem gibt es etliche freiwillige Helfer, die sich an diesen Tagen für die Veranstaltung engagieren“, erzählt Kersten Bogner, Mitglied des Organisationsteams.

Bogner versteht die Kritik der örtlichen Volkspartei nicht und entkräftet auch den Vorwurf, dass der Besucheransturm den Rasen im Kurpark zerstören würde. „Wir prüfen jedes Jahr im Vorhinein eingehend in Zusammenarbeit mit der Gemeinde, ob die Grünflächen den Strapazen standhalten“.

Politisches Kalkül als Grund für Kritik?

Bogner vermutet hinter dem Verhalten der ÖVP schlichtweg politisches Kalkül. „Wir sind ein Familienfest und tragen maßgeblich dazu bei, Bad Sauerbrunn als Marke überregional bekannter zu machen“, ärgert sie sich.

„Zudem veranstaltet unser Team ja auch noch andere Events, wie das ‚Rock‘n‘Roll-Kick-Off‘ oder Tanzkurse, die allen zu Gute kommen – den Widerstand kann ich mir nicht erklären beziehungsweise fehlen schlichtweg stichhaltige Gegenargumente“, so Bogner abschließend.