Erstellt am 28. Januar 2012, 16:20

Feuerwehr-Rettungseinsatz für ein Reh. Ein in Not geratenes Reh haben Feuerwehrleute am Samstag im Bezirk Mattersburg aus seiner misslichen Lage gerettet. Das Tier hatte sich auf das dünne Eis eines Sees nahe des Keltenberges zwischen Wiesen und Bad Sauerbrunn gewagt und nicht mehr aus eigener Kraft den Weg zurück ans Ufer geschafft.

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Ein Team der Feuerwehr Bad Sauerbrunn rückte aus und brachte das entkräftete Reh zurück an Land.

Zwei Frauen hatten bei einem Spaziergang bemerkt, wie sich das Jungtier abmühte, an Land zurückzukommen und schließlich erschöpft aufgab und sich niederlegte. Sie verständigten die Feuerwehr, die kurz nach 12.00 Uhr mittels stillem Alarm per SMS ein aus sechs Mann bestehendes Team losschickte.

Zu den Helfern gehörte auch Roland Posch. "Ich habe gleich Neopren angezogen, weil ich gewusst habe, das wird eine kalte Geschichte", erzählte er der APA. Die Retter begaben sich zum See: "Die Frauen haben uns erwartet und eingewiesen."

Einsatzleiter Markus Izmenyi entschied sich für die Verwendung von Leitern, um das Gewicht bei der Rettungsaktion besser auf der Eisfläche zu verteilen. Das Eis war kaum einen Zentimeter dick: "Es hat das Reh gerade noch gehalten", schilderte Posch, der sich langsam zu dem Tier vorarbeitete. Während der Aktion redeten die Helfer beruhigend auf das Reh ein. Dieses habe geduldig auf Hilfe gewartet und keine Angst gezeigt.

Auf dem Rückweg etwa zwei Meter vom Ufer entfernt brachen dann Reh und Retter ins Eis ein. Das Wasser war an der Stelle etwa eineinhalb Meter tief. "Da hab ich das Reh geschnappt und bin mit ihm hinausmarschiert", erzählte Posch. Die Feuerwehrleute trockneten das Tier ab, das nun wieder seine natürlichen Reflexe zeigte und zu schreien anfing. Daraufhin ließen es die Retter frei und "Bambi" suchte das Weite.