Erstellt am 09. Juli 2014, 07:01

von Richard Vogler

FMZ 2000 wird versteigert. 500.000 Euro an offenen Zahlungen - am 5. August gibt es eine Zwangsversteigerung. Für die Mattersburger Mieter mit bestehenden Verträgen ändert sich nichts.

Bild mit Symbolwert. Das Logo im Mattersburger Fachmarktzentrum bröckelt - aus finanziellen Gründen kommt der untere Abschnitt nun unter den Hammer. Foto: Vogler  |  NOEN, Vogler
Am 5. August kommt ein Teil des Fachmarktzentrums am Stadtrand von Mattersburg unter den Hammer: An diesem Tag ist die Zwangsversteigerung am Bezirksgericht Mattersburg angesetzt.

Wertermittlungsgutachten der Hypo NÖ: Halbe Million offen

Für die Mieter des Teils 4 und 5 – in diesem Bereich sind das Dänische Bettenlager, das Café Time Out, die Firma NKD, die Sozialeinrichtung „Mein Laden“, Trends Center sowie „Athletics Mock“ eingemietet - hat dies jedoch keine Auswirkungen. Die bestehenden Verträge müssen unter dem neuen Besitzer auch weiterhin erfüllt werden.

Besitzer des betroffenen Teils ist die SOM Standort Objekt Management GesmbH & Co KG mit Geschäftsführer Josef Schlager aus Mattighofen. Im Vorfeld der Zwangsversteigerung ließ die Hypo Niederösterreich (das Kreditinstitut ist im Grundbuch mit einem Pfandrecht eingetragen) ein Wertermittlungsgutachten erstellen - demnach sind 500.000 Euro an Zahlungen von der SOM an die Bank offen.

Gruber erfuhr Zwangsversteigerung aus dem Internet

Die Mieter sind davon offiziell nicht in Kenntnis gesetzt worden. „Davon wissen wir nichts, wir haben jedoch einen bestehenden Mietvertrag. Aus diesem Grund wird sich nichts ändern“, berichtet Barbara Graf aus der NKD-Zentrale in Wels. Heinrich Gruber, Chef des „Time Out“, ist die Zwangsversteigerung bekannt – dies hat er aus dem Internet „aufgeschnappt“.

Josef Schlager war für eine Stellungnahme nicht erreichbar, von Seiten der Rechtsvertretung der Hypo in dieser Angelegenheit (Dr. Engelhart & Partner Rechtsanwälte) wurde festgehalten, dass „wir ohne Genehmigung der Bank keine Auskunft darüber geben dürfen.“