Erstellt am 02. Februar 2011, 00:00

Forchtenstein: Angst um Natura 2000 Schutzgebiet. VERHANDLUNG/ In Forchtenstein soll Areal mit seltenen Vögeln in Bauland umgewidmet werden. Grünen sind strikt dagegen.

Schutzgebiet. Bei der Ortsausfahrt in Richtung Wiesen kann man noch die vom Aussterben bedrohte Zwergohreule beobachten. Am Foto: Grünen-Chefin Sonja Sieber.  |  NOEN
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VON HELG OSTERMAYER

FORCHTENSTEIN / In Forchten-stein soll bei der Ortsausfahrt in Richtung Wiesen neues Bauland erschlossen werden. Laut Sonja Sieber von den Grünen ist dieses Bauland seit einigen Jahren Schutzgebiet von Natura 2000, in dem noch die bereits rar gewordene Zwergohreule vorkommt.

„Das Schutzgebiet umfasst dort 3100 Hektar, davon sollen rund zwei Drittel verbaut werden“, so die Bezirkssprecherin. „Die Gebiete von Natura 2000 sollen in einem günstigen Erhaltungszustand bleiben.

Ob das mit der Bebauung durch Einfamilienhäuser so sein wird, das bezweifle ich“, befürchtet Sieber eine Zerstörung dieser Landschaft. „Man ist ja so stolz auf das Naturschutzgebiet Rosalia-Kogelberg mit all seinen unberührten Naturschätzen und wirbt dafür, dass hier die Touristen noch mit der Seele baumeln können. Und jetzt will man daraus Bauland machen“, versteht Sieber die Welt nicht mehr, vor allem, weil es im Ortsgebiet von Forchtenstein ja genug unbebaute Grundstücke geben würde.

Noch gar nicht spruchreif ist das Bauvorhaben für Bürgermeisterin Riki Reismüller: „Wir stehen erst am Beginn um in alle Richtungen zu verhandeln. Wenn die Grundstückseigentümer mehrheitlich dagegen sind, so sind die Umwidmungspläne ohnehin passé. Es gibt diesbezüglich noch keine Beschlüsse.“