Erstellt am 09. September 2015, 06:22

von Michael Kremser

Burschenschaft muss Nachzahlung leisten. Die Jugendlichen veranstalten alljährlich den Kirtag im Ort – diesem ging allerdings heuer eine Anzeige voraus.

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Das „Bündnis der Gastronomen Österreich“ (BDGA) prüft schon seit längerem die Vereinsveranstaltungen im ganzen Land – seit Jahresbeginn auch verstärkt im Burgenland.

Ziel der Aktion: Die Gemeinnützigkeit der Vereine soll aufgrund der vergünstigten Steuern auf Speisen und Getränke geprüft werden – aber auch viele private Gastronomen zeigen, meist anonym, die Vereinsfeste an.

Nun muss sich auch die Forchtensteiner Burschenschaft mit einer derartigen Ermahnung herumschlagen – laut BDGA-Obmann, Manfred Mader, in diesem Fall anonym, da das Bündnis keine derartige Anzeige einbrachte.

„Es werden auch die Vorjahre geprüft“

„Ja, es stimmt, wir werden derzeit vom Finanzamt geprüft. Drei Tage vor unserem Kirtag ging eine Anzeige ein, wir kümmerten uns anschließend im Eiltempo um die zuständigen Genehmigungen und haben diese auch erhalten. Allerdings werden auch die Vorjahre geprüft, wir haben aber immer auch einen Teil des Reinerlöses gespendet, und der Rest wurde für die örtliche Jugend verwendet, also ist meiner Meinung nach die Gemeinnützigkeit des Vereins gegeben. Auf Anfrage unsererseits an den Bezirkshauptmann, konnte man uns allerdings keine Auskunft diesbezüglich geben“, so Manuel Sedlatschek, Obmann der Organisation,

Sedlatschek führt weiter aus: „Über eine konkrete Nachzahlungssumme wurden wir – entgegen etwaiger Medienberichten und den Dorfgesprächen, wonach es sich um einen Betrag zwischen 7.000 und 15.000 Euro handeln soll allerdings noch nicht von offiziellen Stellen benachrichtigt.“

Die zuständige Finanzbehörde bestätigte auf Anfrage der BVZ zwar eine eingehende Prüfung der Vereinsgebarung und einer zu leistenden Nachzahlung – auf eine Summe wollte man sich angesichts des offenen Akts allerdings noch nicht festlegen.