Erstellt am 18. März 2015, 12:59

von Michael Kremser

In sieben Jahren ein Jahr Krankenstand. Ein Mitarbeiter der Gemeinde war seit seiner Anstellung rund 13 Monate in Krankenstand - Kritik von Opposition.

Symbolbild  |  NOEN, Symbolbild Bilderbox
Vergangene Woche tagte quartalsmäßige das örtliche Parlament. Auf der Tagesordnung standen insgesamt 15 Punkte, die zwischen Opposition – bestehend aus ÖVP, FPÖ und Grüne, wobei Letztere auch diesmal wieder nicht vertreten waren – und der regierenden SPÖ, unter Riki Reismüller, teilweise für heftige Diskussionen sorgten.

Für einen Aufreger war wie immer der Bericht des Prüfungsausschusses gut, der seit vergangenem Jahr quartalsmäßig die Überstunden am Gemeindeamt penibelst überprüft. Auffällig dabei waren die angehäuften Krankheitstage eines Gemeindemitarbeiters – in seiner siebenjährigen Anstellungsdauer seit dem Jahre 2007 befand sich dieser zusammengerechnet über ein Jahr in Krankenstand – alleine im vergangenen Jahr waren es 79 Tage, insgesamt rund 290. Der Prüfungsausschuss stellte natürlich berechtigt die Frage: Wann arbeitete der besagte Arbeiter überhaupt für die Gemeinde?

Von Seiten des Gemeindeamtes hält man sich bedeckt und wollte keine Stellungnahme abgeben. ÖVP-Vize Josef Neusteurer kann aber beruhigen: „Es wurde bereits ein Gespräch mit dem betroffenen Mitarbeiter geführt, dieser zeigt sich durchaus arbeitswillig, und dafür, dass man krank ist, kann man nichts.“ Neusteurer hielt im Gespräch mit der BVZ aber auch fest, dass der Angestellte durchaus mit Unmut aus der restlichen Belegschaft zu rechnen habe, und merkt abschließend an: „In der Privatwirtschaft wäre dies nicht möglich.“