Erstellt am 18. Juli 2014, 06:01

von Michael Kremser

Live bei WM dabei. WM-Fieber / Der in Sao Paulo wohnende Forchtensteiner Hans-Peter Schöll über die Weltmeisterschaft, wie er sie erlebte.

Hans-Peter Schöll (rechts) mit Vater Johann Schöll beim Halbfinalspiel im Belo Horizonte Stadion.  |  NOEN, privat

Der gebürtige Forchtensteiner Hans Peter Schöll lebt seit knapp fünf Jahren in Sao Paulo. Zu verdanken hat er dies seiner brasilianischen Frau, die er 2003 in Norwegen kennenlernte, und mit der er über die USA 2009 letztendlich in Brasilien landete, wo er ein Immobilienentwicklungsunternehmen gründete.

Wie ganz Brasilien stand auch der 34-jährige Vater einer Tochter im letzten Monat voll im Fußballfieber. „Die Stimmung in ganz Brasilien war ein Wahnsinn, die Spieltage wurden zu Feiertagen im Land ausgerufen, ich selbst war bei sechs Spielen im Stadion mit dabei“, erzählt Schöll. Auch bei der Niederlage der Brasilianer gegen Deutschland war er mit Vater Johann Schöll live im Stadion.

"Hoffe, dass die Gäste bald wieder kommen"

„Nach dem dritten Tor der Deutschen waren die Leute hier fassungslos und brachen in Tränen aus, aber man muss auch sagen, dass die Deutschen, Spieler als auch Fans, sehr respektvoll zu den Brasilianern waren“, berichtet Schöll, dem ein brasilianischer Sieg natürlich lieber gewesen wäre. „Aber ich finde es gut, dass die Mannschaft die beiden letzten Spiele verloren hat, da sich so das ausgebrochene Fußballfieber wieder langsam legen konnte, und die Leute sich jetzt wieder auf die Probleme im Land, die ja nicht verschwanden, konzentrieren können“, so Schöll.

Von der WM erhofft der Unternehmer sich, „dass die Gäste gesehen haben, wie schön es in Brasilien ist und bald wiederkommen.“