Erstellt am 24. Februar 2016, 05:54

von Christopher Ivanschitz

FPÖ: Pensionist neuer Chef im Bezirk. Der Loipersbacher Siegfried Zeltner wurde vergangenen Freitag von dem 74-jährigen Paul Strobl abgelöst.

 |  NOEN, Richard Vogler
Der Loipersbacher Siegfried Zeltner fungiert künftig nicht mehr als Bezirksparteiobmann der „Blauen“. Dieser wurde beim Bezirksparteitag der FPÖ, der am vergangenen Freitag im Neudörfler Martinihof über die Bühne ging, von dem Forchtensteiner Paul Strobl abgelöst.

Jankovitsch und Bußlehner als Stellvertreter

Nachdem der ehemalige Obmann Herbert Schütz und die FPÖ kurz nach den Landtagswahlen im letzten Jahr getrennte Wege gingen, sprang Zeltner ein und übernahm das Amt von Schütz. Der Loipersbacher trat auch diesmal wieder zur Wahl an, gewählt wurde jedoch sein Gegenüber Paul Strobl.

Der 74-jährige Pensionist wird mit einem zum Teil neuen Team in die neue Funktionsperiode gehen und stellt das Thema Sicherheit in den Fokus: „Ein großes Thema ist bei uns die innere Sicherheit sowie Grenzsicherungen und die Flüchtlingsproblematik. In diesen Punkten wollen wir parallel zur Landesregierung Zeichen setzen und Lösungen finden“, so Strobl.

Zu seinen Stellvertretern wurden Bernd Jankovitsch aus Antau und Wolfgang Bußlehner aus Neudörfl gewählt. Schriftführerin wurde Sonja Berger aus Mattersburg, Kassier Robert Peterlik aus Neudörfl.

Guttmann freut sich über das Vertrauen

Noch in der vergangenen Woche schrieb Schattendorfs FP-Ortschefin Karin Guttmann negative Schlagzeilen – Grund dafür waren Facebook-Beiträge und -Postings bezüglich der Flüchtlingsthematik (siehe auch Artikel unten).

Am vergangenen Freitag wurde die 52-Jährige beim Bezirksparteitag der FPÖ zur geschäftsführenden Bezirksparteiobfrau der Freiheitlichen gewählt und freut sich über das Vertrauen ihrer Parteikollegen.

„Ich bin sehr glücklich über meine neue Position und werde weiterhin mit Leib und Seele bei der Sache sein“, so Guttmann, die bereits seit 15 Jahren die FPÖ unterstützt und nun Neo-Obmann Paul Strobl in sämtlichen Angelegenheiten unter die Arme greifen und ergänzen wird.

Dass Zeltner die Abstimmung verloren hat, sieht er selbst nicht als Problem: „Ich habe viele andere Funktionen“, so Zeltner. Ein 74-jähriger an der Spitze der Partei – ist dies nicht das falsche Signal? „Paul Strobl ist eine Gallionsfigur. Die eigentlichen Geschäfte führt Karin Guttmann.“