Erstellt am 09. November 2011, 00:00

Frau jagte Diebe davon. DREIST / Eine rumänische Familie schlich sich in drei Häuser in Mattersburg, Walbersdorf und Rohrbach ein und stahl Schmuck.

Dieser Schmuck wurde bei den Tätern vorgefunden. Das Diebesgut könnte auch von anderen Taten stammen. Hinweise bei der Polizei erbeten unter 0591331120.  |  NOEN
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BEZIRK MATTERSBURG / Vor kurzem trieben Einschleichdiebe im Bezirk Mattersburg ihr Unwesen. Bei einem älteren Ehepaar in Rohrbach versuchten die dreisten Diebe wiederholt etwas abzustauben. Die Bestohlene jagte die Diebe beim zweiten Mal davon.

Bei den Tätern handelt es sich um eine Familie aus Rumänien, die zunächst in drei Einfamilienhäusern in Mattersburg, Walbersdorf und Rohrbach um Geld bettelte.

Laut Polizei verwickelten sie ein älteres Ehepaar bei ihrem ersten Besuch in Rohrbach in ein Gespräch, während einer ihrer Komplizen das Haus durchsuchte. Erst beim Schlafengehen bemerkte das Paar, dass es bestohlen worden war.

„Plötzlich stand ein fremder  Mann in unserer Küche“

„Wir sind am Sonntagnachmittag in unserer Küche gesessen und plötzlich stand ein fremder Mann im Zimmer. Er hat meinem Mann Fotos von seiner Familie in die Hand gedrückt und um Geld gebeten. Mein Mann hat ihm dann ein paar Euro gegeben, aber der fremde Mann ist immer noch nicht gegangen. Er hat mir dann seine Wange gezeigt, die rot und entzündet gewesen ist. Er hat sogar meine Hand genommen und sie auf seine Wange gelegt. Ich habe nur gemeint, dass er wahrscheinlich schlechte Zähne hat, worauf er mir diese gezeigt hat. Ich hab ihm dann auch noch ein paar Euro gegeben und schön langsam hat er unser Haus dann auch wieder verlassen“, schildert die betroffene Pensionistin aus Rohrbach.

Als sie am Abend ihren Mann zu Bett bringen wollte, bemerkte sie dass auf einem Kasten ein Briefumschlag lag. „Ich habe mich gefragt, wo das auf einmal hergekommen ist, da er sich normalerweise in einer Schatulle befindet“, so die Rohrbacherin. Als sie das Kuvert wieder an seinen Platz zurücklegen wollte, bemerkte sie dass die Schatulle komplett leer geräumt war. „Ich habe weder etwas gehört noch gesehen, dass jemand in das Zimmer hineingegangen ist. Dabei hätte ich es sehen müssen, wenn jemand an meinem Fenster vorbeigegangen wäre“, meint die Bestohlene.

Nur einen Tag später standen erneut Rumänen, diesmal Frauen, vor der Tür. „Sie haben mich nach Wasser gefragt. Ich hab‘ ihnen nur geantwortet ’Schauts dassts weidakummts’“, erzählt die Pensionistin, die sich vor allem über die Dreistigkeit der Täter wundert. Die Rohrbacherin konnte sie vertreiben und verständigte die Polizei, welche die mutmaßlichen Täterinnen anhielt. Bei der Personendurchsuchung fanden die Polizeibeamten Schmuck und 460 Euro in bar. Die Geschädigten konnten jedoch nicht mit Sicherheit sagen, dass es sich bei den Frauen um die Einschleichdiebe handelte. „Mir kommt jetzt keiner mehr ins Haus“, verkündet die Rohrbacherin.