Erstellt am 22. März 2013, 11:02

Frau soll über 1 Million Euro unterschlagen haben. Aus einer Suchaktion ist im Burgenland ein Kriminalfall geworden.

Eine 58-jährige Frau aus dem Bezirk Mattersburg galt seit Dienstag zunächst als vermisst. Donnerstagabend wurde die Burgenländerin dann festgenommen, bestätigte Magdalena Wehofer von der Staatsanwaltschaft Eisenstadt am Freitag. Die Frau soll zu Lasten der Raiffeisenbezirksbank Mattersburg über eine Million Euro veruntreut haben, lautet der Vorwurf, der zur Festnahme führte.

Die der 58-Jährigen zur Last gelegten Untreuehandlungen sollen im Zeitraum von 30 Jahren verübt worden sein, so Wehofer. Die Ermittlungen befänden sich jedoch noch im Anfangsstadium. Die Mattersburgerin war seit Dienstag früh als vermisst gemeldet. Zunächst schien ihr Verschwinden rätselhaft, weil es im Vorfeld keinerlei Konflikt gegeben habe.

Die Frau befinde sich noch in polizeilicher Verwahrungshaft. Die Polizei habe nach der Festnahme 48 Stunden - im konkreten Fall somit bis Samstagabend - Zeit, die Verdächtige in die Justizanstalt einzuliefern, erläuterte Wehofer. Binnen weiterer 48 Stunden, also spätestens Montagabend, muss dann entschieden werden, ob die Untersuchungshaft verhängt wird.

Seitens der Landespolizeidirektion Burgenland hieß es am Freitag, man verweise in der Angelegenheit auf die Staatsanwaltschaft Eisenstadt. Medien hatte Donnerstagabend auf Anfrage bei der Landespolizeidirektion die Auskunft erhalten, dass die 58-Jährige "aufgetaucht" und "wohlbehalten" sei. Zudem sei für Freitag dazu eine Presseaussendung in Aussicht gestellt worden.