Erstellt am 09. April 2015, 06:30

von Richard Vogler

Fremdwährer als Thema. Im kommenden Jahr wird ein Schweizer Franken-Kredit fällig. Nach derzeitigem Stand müsste die Gemeinde 200.000 Euro mehr zurückzahlen. Wie vorgegangen wird, ist noch offen.

 |  NOEN, Erwin Wodicka - wodicka@aon.at

Wie so viele Häuslbauer beschäftigt ein Schweizer Franken-Kredit auch die Gemeinde Hirm. 1996 wurde einst ein Euro-Kredit für die Hirmer Sporthalle aufgenommen. 2006 (SPÖ-Bürgermeisterin Inge Posch-Gruska war zu diesem Zeitpunkt noch nicht im Amt und die ÖVP war gar nicht im Ortsparlament vertreten) wurde dieser in einen Schweizer Franken-Kredit umgewandelt.

Thema bei Gemeinderatssitzung

Und genau dieser war Thema bei der letzten Gemeinderatssitzung, da er im kommenden Jahr fällig wird: Nach derzeitigem Stand würde man 200.000 Euro mehr zurückzahlen müssen. Michael Mach (ÖVP) und Posch-Gruska verweisen darauf, dass man sich aufgrund der niedrigeren Zinsen in etwa die gleiche Summe erspart hat, also quasi zur Zeit „pari“ aussteigen würde. ÖVP-Chef Mach pocht in einer Aussendung darauf, dass „nicht Hirms Steuerzahlerinnen und Steuerzahler für einen Beschluss der SPÖ zum Handkuss kommen. Der Gemeinderat ist nunmehr aufgefordert, mögliche Strategien auszuarbeiten, um die Mehrkosten so gering wie möglich zu halten“.

Sehr zum Ärger von SPÖ-Bürgermeisterin Inge Posch: „Es wurden ja bereits Varianten bei der Gemeinderatssitzung andiskutiert!“ Eine Entscheidung soll bei der nächsten Gemeinderatssitzung fallen. Mögliche Varianten: Den Schweizer Franken-Kredit verlängern oder diesen in einen Euro-Kredit wieder umschulden.