Erstellt am 11. Mai 2011, 00:00

Frost zerstörte bis zu 80 Prozent der Erdbeeren. NIEDERE TEMPERATUREN / Bereits zum dritten Mal in Serie müssen Erdbeerbauern eine schlechte Erdbeerernte hinnehmen.

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VON HELGA OSTERMAYER

WIESEN / Der Frost in der Nacht von Donnerstag auf Freitag mit Temperaturen von drei bis vier Grad unter null machte bei manchen Erdbeerbauern bis zu 80 Prozent der Ernte kaputt.

„In Tallagen war es besonders schlimm“, berichtet Erdbeerbauer und Vizepräsident des Burgenländischen Obstbauverbandes, Josef Koch. „Auf diesen starken Nachtfrost waren wir nicht mehr gefasst. Wir haben noch versucht, Vlies über die Pflanzen zu breiten, aber das hat auch nicht viel genützt“, klagt der Vizepräsident der Obstbauern. Die Erdbeerbauern sind jetzt schon seit drei Jahren in Folge vom Wetterpech verfolgt. Waren es vor zwei Jahren das extrem kühle Frühjahrswetter und im Vorjahr der Sturm und Hagel, so machte heuer die extreme Nachtkälte der schon sehr dringend benötigten guten Ernte einen Strich durch die Rechnung.

„Für Hagel gibt es eine Versicherung, für Frost jedoch nicht. Die wird leider von den Versicherungen nicht angeboten. Auch die Landwirtschaftskammer lässt sich mit Zahlungen aus dem Katastrophenfond extrem lange Zeit“, kritisiert der Vize, der befürchtet, dass immer mehr Erdbeerbauern ihre Arbeit aufgeben könnten. Wie sich die zu erwartende schlechte Ernte auf die Preise auswirken wird, bleibt noch abzuwarten.

Auch die Marillen- und die Kirschblüten könnten gelitten haben. In etwa zwei Wochen wird man es genauer wissen.

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