Erstellt am 07. September 2011, 00:00

Funcourt steht auf Grünland. WIRD GEPRÜFT / Der Platz für die Jugend wurde bis jetzt noch nicht entsprechend umgewidmet, Gemeinde will das jetzt nachholen. Bezirkshauptmannschaft ist am Prüfen.

 |  NOEN
BAD SAUERBRUNN / Der im Kurort wohnhafte Johann Fossler machte im Zuge seiner Recherchen wegen des neuen Fußballplatzes (die BVZ berichtetet darüber) eine interessante Entdeckung: Der Platz, auf dem vor Jahren bereits ein Funcourt für die Jugend errichtet wurde, ist Grünland, die Fläche wurde also bis heute nicht entsprechend umgewidmet.

„Ich habe mir damals den Flächenwidmungsplan besorgt und bin daher auf dieses nicht umgewidmete Gebiet gestoßen“, berichtet der Bad Sauerbrunner. „Das Gebiet vis-a-vis vom Friedhof, auf dem der Funcourt errichtet wurde, ist als Grünland ausgewiesen“, fährt er fort. Fossler hat sich diesbezüglich auch bei der Bezirkshauptmannschaft erkundigt. Dort versprach man ihm, dass die Sache geprüft werde.

Von Seiten der Gemeinde wurde Fossler ebenfalls bestätigt, dass der Grund für den Funcourt nicht auf Grünland-Sport Gebiet - wie es im Fachjargon heißt - umgewidmet sei.

„Das ist illegal!“, empört sich Fossler, „am Funcourt wurden einige Asphaltierungs- und Betonierarbeiten getätigt und dafür gibt es keine Genehmigung.“ Er kann nicht verstehen, dass jeder Bürger, wenn dieser etwas bauen möchte, sein Grundstück umwidmen lassen muss, nur die Gemeinde müsse das nicht. „Es ist für mich schon in Ordnung, dass die Jugend einen Platz für sich hat, aber es muss gleiches Recht für alle herrschen. Aber anscheinend machen unser Bürgermeister und sein Gefolge ihre eigenen Gesetze“, ärgert sich der Bad Sauerbrunner.

Der Bürgermeister von Bad Sauerbrunn, Gerhard Hutter (LIBS), kontert: „Wir sind ohnehin gerade dabei, das Gebiet, auf dem auch der neue Sportplatz errichtet werden soll, gemeinsam mit der Gemeinde Pöttsching in Grünland-Sport Gebiet umzuwidmen. Dazu bedarf es auch der Gespräche mit den Anrainern.“

Bezirkshauptmann Klaus Mezgolits gab Johann Fossler in einem Schreiben bekannt: „...Anlagen, die keiner Bewilligung bedürfen, können auch unabhängig von der Flächenwidmung errichtet werden. ...Im gegenständlichen Fall kann nicht ohne Weiteres gesagt werden, ob eine Rechtsverletzung vorliegt.“

Mezgolits versprach außerdem, den Fall von der zuständigen Behörde prüfen zu lassen.