Erstellt am 28. Januar 2015, 09:31

von Richard Vogler

Gastro-Angebot weiter am Schrumpfen. Time Out sperrte zu, Gasthaus Hauer könnte folgen. In die "Alte Schule" und ins "Monarch" kommen andere Einrichtungen.

Schlussstrich. Seit letzter Woche ziert dieser Zettel die Eingangstür des »Time Out«.  |  NOEN, Vogler

In den letzten Jahren sperrten immer wieder Gasthäuser zu – „prominentestes Opfer“ im vergangenen Jahr war das Traditionswirtshaus Salamon, das mit Ende des Jahres seine Pforten schloss. Und dieser Trend setzt sich nun weiter fort: Das Cafe „Time Out“ hat geschlossen, über dem Wirtshaus Hauer steht ein Fragezeichen und im ehemaligen Café Monarch wie auch in der „Alten Schule“ wird nun fix nicht mehr ausgeschenkt werden.

Das Lokal „Time Out“ befindet sich im unteren Bereich des Fachmarktzentrums 2000 und war vor allem bei Nachtschwärmern beliebt, da es am Wochenende rund um die Uhr geöffnet hatte. Letzter Pächter war Heinrich Gruber, der vor einigen Monaten den „Imbiss beim Schranken“, der sich beim Mattersburger Hauptbahnhof befindet, eröffnete. Gruber, der sich auch für die Übernahme des Restaurants beim Sigleßer Freibad beworben hatte, war für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Für eines der beiden Wirtshäuser in Loipersbach könnte ebenso mit Ende des Jahres Schluss sein: Beim Gasthaus Hauer wird in Erwägung gezogen, mit Ende des Jahres zu schließen. Ein endgültiges Aus ist jedoch noch nicht beschlossene Sache.

"Werde nicht mehr an Pächter für Kaffeehaus vermieten"

Im Jahre 1928 eröffnete das Café Forstik, damals noch mit dazugehörigem Gasthaus. 1986 wurde das Gebäude an die Firma Libro vermietet, im oberen Trakt gab es jedoch weiter stets ein Kaffeehaus. Lange Zeit hatte es unter „Café Monarch“ geöffnet, der letzte Pächter führte das Lokal unter „MK 47“, ehe es vor rund eineinhalb Jahren zusperrte. „Ich habe mich entschlossen, nicht mehr an einen Pächter für ein Kaffeehaus zu vermieten“, berichtet Besitzerin Brigitte Strobl und hat bereits einen Mieter gefunden: Anstelle eines Cafés eröffnen Jürgen Heischmann und Janos Czupor ein Bestattungsunternehmen und einen Steinmetzbetrieb.

Im Dezember 2013 schlossen Hans und Aurelia Spielmann den Nobelheurigen „Alte Schule“ in Walbersdorf. Einen Käufer für das Gebäude zu finden, blieb erfolglos, Spielmann vermietet es an eine Schulungsfirma weiter. „Der Betrieb kooperiert mit dem AMS in Sachen Erwachsenenbildung. Die Firma wird in absehbarer Zeit mit den Schulungen starten“, berichtet Hans Spielmann.