Erstellt am 15. Februar 2012, 00:00

Geburt im Rettungsauto. ANTAU / Risikoschwangerschaft fand gutes Ende. Kind erblicke in Notarztwagen das Licht der Welt. Mutter und Säugling wohlauf.

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ANTAU / Gegen 5 Uhr morgens am Donnerstag der Vorwoche ging auf dem Funkgerät der Nachtdienstmannschaft des Roten Kreuzes Mattersburg eine Notfallalarmierung ein: Es handelte sich um eine werdende Mutter, welche alle vier Minuten Wehen verspürte und bei der es bereits zum Blasensprung gekommen war.

Der langjährige Einsatzfahrer Christian Eidler und seine Kollegen Thomas Strodl von der Landessicherheitszentrale sowie der Zivildiener Manuel Seeger zögerten nicht. Mit Blaulicht und Folgetonhorn machten sie sich auf den Weg nach Antau. Gemeinsam betteten sie die bereits dreifache Mutter auf die Trage und alarmierten sogleich den Notarzt.

Trotz Risikoschwangerschaft  behielten Einsatzkräfte Ruhe

Unterdessen erfuhr das Team, dass es sich um eine Risikoschwangerschaft handle, da es bereits zuvor immer wieder zu Komplikationen gekommen war und ein Kaiserschnitt in Wien geplant sei. Trotz dieser Tatsachen bewahrte Einsatzfahrer Eidler einen kühlen Kopf, da er bereits Erfahrungen mit Geburten gesammelt hatte.

Als der Notarztwagen aus Eisenstadt eintraf, fühlte der Arzt bereits den Kopf des Kindes. Sogleich wurde die Trage in den Notarztwagen gebracht, wo die weitere Versorgung stattfand. Zur Erleichterung der Eltern und der gesamten anwesenden Mannschaft tat Samantha-Vanessa wenige Minuten später ihren ersten Schrei. Kind und Mutter sind wohlauf.

„Die Mutter war enorm erleichtert, dass alles gut gegangen ist. Sie hat mir zum Dank beinahe die Hand zerdrückt“, so Eidler. Mutter und Tochter wurden mit dem Notarztwagen ins Krankenhaus Eisenstadt gebracht und dort stationär versorgt.