Erstellt am 27. April 2011, 00:00

Gemeinderatswahlen: Drei Ortschefs überlegen. UNSCHLÜSSIG / In Forchtenstein, Loipersbach und Schattendorf ist es noch ungewiss, ob die Bürgermeister noch einmal antreten.

Alfred Grafl (SPÖ, Schattendorf) wird sich bis Ende des Jahres entscheiden.  |  NOEN
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VON RICHARD VOGLER

BEZIRK / Die internen Planungen und Gespräche für die Gemeinderatswahlen im kommenden Jahr laufen bereits. Bei den meisten Bürgermeistern sind die Wiederantritte quasi fix. Drei Ortschefs – in Loipersbach, Schattendorf und Forchtenstein – überlegen jedoch noch, ob sie als Kandidaten nächstes Jahr antreten werden.

Die Entscheidung von Loipersbachs SPÖ-Bürgermeister Herbert Tschürtz ist noch nicht gefallen. Jenes Gerücht, dass er nicht mehr kandidieren wird, will er nicht bestätigen. Die Tendenz? „Eher, dass ich nicht mehr kandidiere. Parteiintern wird es noch Gespräche geben.“ Sollte Tschürtz nicht mehr zur Wahl stellen - wird dann SPÖ-Vizebürgermeister Erhard Aminger nachfolgen? „Zum jetzigen Zeitpunkt ist das alles noch zu früh. Wer sich für die Bürgermeisterwahl aufstellen lassen wird, wird noch besprochen. Die SPÖ Loipersbach wird aber sicher eine Kandidatin oder einen Kandidaten aufstellen.“

Bei Schattendorfs SPÖ-Ortschef Alfred Grafl fällt „bis Ende des Jahres die Entscheidung, ob ich noch einmal kandidiere.“ Auf Ambitionen auf die Nachfolge angefragt, halten sich SPÖ-Vize Hans Lotter und SPÖ-Gemeindevorstand Dieter Dorfmeister bedeckt. „Die SPÖ entscheidet im Herbst über die zukünftigen Kandidaten“, so Lotter. Dorfmeister hält fest, dass „es einen amtierenden Bürgermeister, der meines Wissens wieder kandidieren wird, gibt. Mehr kann ich dazu nicht sagen.“

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Auf Anfrage der BVZ zu Jahresbeginn war auch Forchtensteins SPÖ-Bürgermeisterin Riki Reismüller noch am Überlegen, ob sie sich noch einmal der Wahl stellen wird. „Ich weiß es noch nicht“, so Reismüller am Dienstag. Gerade in Forchtenstein könnte ein Nichtantreten von Reismüller noch mehr Brisanz mit sich bringen: Bereits jetzt besitzt die SPÖ nicht die absolute Mehrheit. Sie hält bei elf Mandaten, die ÖVP bei zehn und die FPÖ bei zwei. Bei der Volkspartei wird wieder Josef Hammer „nach heutigem Stand als Spitzenkandidat antreten.“

Herbert Baumgartner: Ende  nach 20 Jahren Vize

In Wiesen wird sich ÖVP-Ortschef Matthias Weghofer erneut der Wahl zum Bürgermeister stellen. Fraktionskollege Herbert Baumgartner, 20 Jahre lang Vizebürgermeister und 35 Jahre im Gemeinderat, wird als Vize nicht mehr zur Verfügung stehen.

Im Kurort, wo die „Liste Bad Sauerbrunn“ reagiert, wird es aller Voraussicht nach Ortschef Gerhard Hutter als Spitzenkandidaten geben.

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In den anderen Gemeinden sind die Fronten geklärt. Ingrid Salamon (Mattersburg, SPÖ), Herbert Gelbmann (Pöttsching, SPÖ), Gerald Hüller (Marz, ÖVP), Rainer Schuber (Pöttelsdorf, ÖVP), Inge Posch (Hirm, SPÖ) werden wieder antreten. Die Ambitionen zur Kandidatur von Christian Illedits (Draßburg, SPÖ), Kurt Fischer (Baumgarten, SPÖ), Alfred Reismüller (Rohrbach, SPÖ), Dieter Posch (Neudörfl, SPÖ), Vinzenz Jobst (Sieggraben, ÖVP) stehen unter dem Motto „Wenn die Partei mich nominiert, werde ich wieder antreten“ – was so gut wie fix ist. Auch bei Josef Haider (Zemendorf/Stöttera, ÖVP), Adalbert Endl (Antau/ÖVP) gibt es keine Anzeichen, dass sie abdanken.

In Sigleß ist SPÖ-Ortschef Alfred Krenn noch im Krankenstand. Ihn vertritt zur Zeit dessen Vize Josef Kutrovatz – es gibt jedoch keine Anzeichen, dass Krenn nicht mehr kandidiert. Der Krensdorfer ÖVP-Bürgermeiser Karl Izmenyi war für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Dass Izmenyi - er stieß bei den letzten Gemeinderatswahlen SPÖ-Bürgermeisterin Gerti Ofenböck vom Thron – nicht mehr antreten wird, wäre eine Überraschung.