Erstellt am 02. Mai 2012, 00:00

Gemeindezeitungen: Klage gegen die Post?. STREIT UM 2210 EURO / Post verschmiss 1100 Exemplare der Forchtensteiner Oster-Nachrichten. Ortschefin will Kostenersatz.

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VON HELGA OSTERMAYER

FORCHTENSTEIN / Wie die BVZ in der vergangenen Ausgabe berichtete, verschwand auf dem Postweg nach Wien ein Paket mit 1100 Exemplaren der Osterausgabe der Forchtensteiner Gemeindenachrichten.

Trotz Intervention und Nachforschungsauftrag der Gemeinde sind die Informationsblätter bis dato nicht mehr aufgetaucht. Der Gemeinde entstand so ein Schaden von insgesamt rund 2400 Euro.

Das Postporto von  190 Euro wird rückerstattet

Die Post hat sich bisher in einem Schreiben an die Gemeinde gewandt, in dem sie sich bereit erklärt hat, die Portokosten von 190 Euro zurück zu erstatten. „Für weitere Folgekosten kommen wir im Normalfall nicht auf“, sagte Pressesprecher Stefan Fuchs bereits in der Vorwoche der BVZ. „Wir werden uns die Sache aber noch genauer anschauen“, führte er weiter aus. Das nur die Portokosten zurückerstattet werden, das will sich Bürgermeisterin Riki Reismüller nicht gefallen lassen, denn die Ortschefin muss nun erneut Geld aus dem Gemeindesäckel in die Hand nehmen, um den Bürgern das Informationsblatt der Gemeinde Forchtenstein zukommen zu lassen.

„Wir lassen jetzt die Ausgabe aktualisieren und neu drucken, das kostet uns 2210 Euro“, klagt sie und gibt sich zugleich kämpferisch: „Wenn uns die Post nicht freiwillig diesen ausstehenden Betrag refundiert, dann werden wir einen Rechtsanwalt einschalten und Klage gegen die Post einreichen.“

Post sucht Paket , bis  jetzt aber vergeblich

Stefan Fuchs von der Post-Pressestelle sagt dazu: „Wir suchen weiterhin nach dem Paket, bisher ist es jedoch noch nicht aufgetaucht“. Zur Klagsandrohung der Bürgermeisterin kann er kein Statement abbgeben.