Erstellt am 25. April 2012, 00:00

Gemeindezeitungen spurlos verschwunden. 1100 EXEMPLARE WEG / Auf dem Postweg nach Wien ist eine Kiste abhanden gekommen. Wer kommt für die Kosten auf?

 |  NOEN
x  |  NOEN

FORCHTENSTEIN / Zwei- bis dreimal im Jahr erscheint in Forchtenstein die Nachricht der Gemeindeverwaltung, die normalerweise per Post an alle Haushalte geht. Bis jetzt sind aber die Briefkästen der Bürger leer geblieben, weil die 1100 Exemplare der Oster-Zeitung, die in der Druckerei Wograndl gedruckt wurden, auf dem Postweg spurlos verschwunden sind.

Die Amtsfrau, Annemarie Lehrner, berichtet: „Am 3. April haben wir die Zeitung beim Postpartner, Bettfedern Johanna Grill, aufgegeben. Von dort geht die Post nach Wien und dann wieder zurück zum Briefverteiler nach Marz. Anschließend wird die Zeitung vom Briefträger an alle Haushalte ausgetragen.“ Dieser Weg ist, laut Lehrner, seit heuer eine Neuerung, denn früher sei es so gewesen, dass die Gemeindenachrichten nach Marz zur Zustellbasis gebracht und anschließend von dort an alle Haushalte verteilt wurden.

Alle Postsendungen gehen  seit Jänner nach Wien

Laut der Postpartnerin sei es seit Jahresbeginn so, dass alle Postsendungen erst nach Wien zur Verteilerstelle und dann retour zur Zustellbasis kommen. „Ich habe die Beschwerdestelle der Post schon vor zwei Wochen kontaktiert, leider ohne Ergebnis. Wir werden die Zeitung wieder drucken und erneut zustellen lassen müssen. Die Kosten dafür betragen insgesamt etwa 2400 Euro“, so die Amtsleiterin.

Stefan Fuchs von der Post-Pressestelle gab bekannt, dass der Fehler in der Logistikkette zu suchen sei. Für die Portogebühren käme die Post auf alle Fälle auf. Ob auch die neuerlich anfallenden Druckkosten zu Lasten der Post gehen, müsse, laut Fuchs, noch geklärt werden.