Erstellt am 25. Mai 2011, 00:00

Genussregion: Kein Geld von der Erdbeergemeinde. ÄRGER / Genussregion Wiesener Ananas-Erdbeeren fühlt sich im Stich gelassen. Jetzt will man gemeinsam neue Wege beschreiten.

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VON HELGA OSTERMAYER

WIESEN / Im Verein Genussregion Wiesener Ananas-Erdbeeren, der im Jahr 2007 zur Bewerbung und Vermarktung der Wiesener Ananas-Erdbeeren ins Leben gerufen wurde, gärt es gewaltig. Der Grund dafür ist: Man fühlt sich von der Gemeinde finanziell im Stich gelassen. Die Gemeinde Wiesen ist auch die einzige Gemeinde unter allen Genussregionen des Burgenlandes, die keine Mitgliedschaft besitzt.

Vereinsobmann Franz Nussbaumer macht seinem Ärger Luft: „Wir sind kein Privatverein, trotzdem unterstützt uns die Gemeinde nicht.“ Laut Nussbaumer argumentiert Bürgermeister Matthias Weghofer so: Die Gemeinde habe schon genug für den Verein geleistet. Er solle sich weitere Mitglieder suchen, um mehr Einnahmen zu erzielen, die damit die Kosten abdecken. „So habe ich das nicht gesagt“, dementiert Bürgermeister Matthias Weghofer, der entgegenhält, dass der Verein um keine Förderungen angesucht habe.

Der zuständige Ressortleiter der Gemeinde, Vizebürgermeister Herbert Baumgartner, der auch im Vereinsvorstand einen Sitz hat, argumentiert so: „Es sollte eine Kosten-Nutzen-Rechnung gebracht werden, das ist bis jetzt nicht passiert.“ Auch Leader-Förderungen könnten lukriert werden, darum sei bis jetzt nicht angesucht worden. „Die Gemeinde ist aber gerne bereit, der Genussregion Wiesener Ananas-Erdbeeren zu helfen. Gemeinde, Genussregion- und Tourismusverein sollten sich zusammensetzen, um eine befriedigende Lösung für alle zu finden und um neue Wege zu beschreiten“, schlägt Vizebürgermeister Baumgartner vor.

Die Gemeinde habe jetzt auch vor, dem Verein Genussregion beizutreten.

Frust. Der Obmann der Genussregion Wiesener Ananas-Erdbeeren Franz Nussbaumer mit Josef Koch.

H. OSTERM.