Erstellt am 02. April 2014, 23:59

von Helga Ostermayer

Grenzverkehr soll eingedämmt werden. 300 Pkws pro Stunde passieren in Stoßzeiten den Grenzübergang. Die Behörden sollen Abhilfe schaffen.

Kampfbereit: Vizebürgermeister Thomas Hoffmann, Bürgermeister Johann Lotter und Landtagsabgeordneter Christian Illedits.  |  NOEN

Die Verbindungsstraße nach Agendorf, ursprünglich nur für den nachbarschaftlichen kulturellen und gesellschaftlichen Austausch vorgesehen, hat sich seit ihrer Fertigstellung zu einer günstigen Verbindung für ungarische Pendler entwickelt.

Bürgermeister Lotter fordert „drastische Verkehrsreduktion"

Deshalb brachte die Grenzgemeinde einen Antrag auf Verkehrsreduktion bei den zuständigen Behörden, der Bezirkshauptmannschaft und der Polizei, ein, in dem um Prüfung ersucht wird, die Grenzverbindungsstraße auf Rad- und Fußgänger und auf Pkw-Verkehr, aber nur für Anrainergemeinden zurückzuführen.

„Ebenso fordern wir dazu auf, Maßnahmen zu setzen, die sowohl kurz- als auch mittelfristig zu einer drastischen Verkehrsreduktion – wie etwa Fahrverbote zu bestimmten Zeiten – führen“, so Bürgermeister Johan Lotter.

„Verkehrszählungen haben ergeben, dass die Zahl der passierenden Fahrzeuge von Jahr zu Jahr steigt. Mittlerweile passieren in Stoßzeiten mehr als 300 Pkws pro Stunde den äußerst sensiblen Verkehrsbereich beim Friedhof, Kinderspielplatz, Freizeitzentrum, Volks- und Neue Mittelschule“, weiß Vizebürgermeister Thomas Hoffmann.

Bezirkshauptmann Mezgolits will die Angelegenheit „detailliert prüfen"

„Ein besonderes Ärgernis ruft in der Schattendorfer Bevölkerung hervor, wenn der Grenzübergang in Klingenbach aus diversen Gründen gesperrt wird und die offizielle Ausweichvariante das Schattendorfer Nadelöhr darstellt“, fährt Hoffmann fort.

„Werden keine Lösungsvorschläge präsentiert, so starten wir Initiativen, die auch die Bevölkerung einbinden werden, kündigt Bürgermeister Johann Lotter an.

Bezirkshauptmann Klaus Mezgolits dazu: „Das ist eine Angelegenheit, die detailliert geprüft werden muss, da diese Verbindung im Rahmen eines EU-Projektes geschaffen wurde.“