Erstellt am 17. September 2014, 12:02

von Richard Vogler

Direktorenbestellung kommt nicht zur Ruhe. Lehrergewerkschaft kritisiert erneut die Vorgangsweise von Landesschulratspräsident Gerhard Resch.

Schule im Blickpunkt. Rund um den neuen Schulleiterposten gibt es Diskussionen.  |  NOEN, zVg

Die Prozedere rund um die Bestellung des neuen HAK-Direktors kommt nicht zur Ruhe. Nun kritisiert Jürgen Rainer, Vorsitzender der Lehrervertretung an berufsbildenden mittleren und höheren Schulen (BMHS), erneut die Vorgangsweise von Landesschulratspräsident Gerhard Resch.

Zur Vorgeschichte: Die ursprüngliche Ausschreibung enthielt die Formulierung „besondere Kenntnisse im Bereich Fußball (Trainer-, Managerausbildung) in einer der obersten österreichischen Spielklassen“. Die Lehrergewerkschaft schaltete sich ein, worauf dieser Wortlaut aus den Bewerbungsanforderungen wieder entfernt werden musste.

Einsicht in Unterlagen verwehrt

Fünf Kandidaten hatten sich beworben, mit Andreas Hackstock und Irene Paar (nach der Pensionierung von Vajda leitete sie die Schule interimistisch) wurden lediglich zwei zum Hearing geladen. Zumindest zwei der drei Nichtberücksichtigten zogen danach rechtliche Schritte in Erwägung, da ihnen die Einsicht in die Unterlagen zum Vorauswahlverfahren verwehrt wurde. Hackstock leitet mittlerweile interimistisch die Schule. „Andreas Hackstock war beim Hearing mit Abstand Erstgereihter. Und in den letzten Jahren wurde stets der Vorschlag des Kollegiums auch vom Unterrichtsministerium bestätigt“, begründete Resch die Entscheidung, Hackstock vorerst zum Schulleiter zu bestellen.

Die Vorgangsweise, dass die Sache quasi beschlossen sei und drei Bewerber durch den Rost fallen, stößt nun Jürgen Rainer sauer auf. „Wir werden dafür sorgen, dass die Bewerbungsunterlagen aller BewerberInnen den Weg in das Ministerium finden. Selbstverständlich bekommen auch alle BewerberInnen bei uns Einsichtnahme in Unterlagen und Entscheidungsbegründung“, erläutert Rainer, der weiter ausführt: „In der Bundesverfassung ist verankert, dass ab drei Bewerbern die Unterlagen auch weitergeleitet werden müssen. Man kann sich darüber nicht einfach so hinweg setzen.“

Landesschulratspräsident Resch entgegnet, dass „es noch keine Sitzung des Kollegiums gegeben und somit auch noch keine Vorschläge gibt. Am 1. Oktober wird es eine Sitzung geben und danach werden die Unterlagen an das Ministerium weitergeleitet.“ Andreas Hackstock will sich zu diesem Thema nicht äußern.