Erstellt am 11. März 2016, 09:02

von Doris Fischer

Hannes F.: Hoffnung auf Ende des Gefängnis-Horrors. Nach viereinhalb Jahren Gefangenschaft in Ägypten kommt Bewegung in die Angelegenheit. Es besteht Hoffnung für Führinger.

In Gefangenschaft. Hannes Führinger aus Bad Sauerbrunn schmachtet seit mehr als vier Jahren in Horror-Gefängnis in Kairo. Foto: Privat  |  NOEN, Privat
Viereinhalb Jahre verbringt Hannes Führinger bereits im berüchtigten Tora-Gefängnis in Kairo (Ägypten). Er wurde zu sieben Jahren wegen Waffenschmuggels verurteilt, da ihm von einem Betrüger vor seiner Einreise nach Ägypten falsche Papiere für die Bewachung eines italienischen Frachtschiffs – zum Schutz vor Seepiraten – ausgestellt wurden.

Außenamt setzt sich für Hannes Führinger ein

„Jetzt kommt endlich Bewegung in die Sache“, lässt seine Anwältin Astrid Wagner, die sich erst vor Kurzem des Falles annahm, durchklingen. Eine diplomatische Lösung wäre laut Rechtsanwältin Wagner möglich. „Wir haben Hoffnung“, merkt sie an. Ihrem Mandanten ginge es ihren Informationen zufolge den ägyptischen Umständen entsprechend.

„Er ist derart zermürbt, psychisch und physisch ist die Haft für ihn ein Horror. Nun ist es Zeit, dass man handelt“, betont Rechtsanwältin Wagner, die demnächst einen Termin im Außenministerium hat. Für Außenamtssprecher Thomas Schnöll ist der Fall ein schwieriger.

„Mit dem Gnadengesuch und dem Abschiebeantrag haben wir uns sehr weit vor getraut. Wir sind vor Ort mit Hannes Führinger in Kontakt. Er wird von uns bestens betreut. Wir tun alles Menschenmögliche“, versichert Schnöll und möchte gleichzeitig vor übertriebenem Optimismus warnen: „Wir wollen keine falschen Hoffnungen wecken.“

Laut dem letzten Haftbericht, der dem Außenamtssprecher vorliegt, gebe es keinen Grund zur Sorge um den Gesundheitszustand von Hannes Führinger. Psychisch sei es problematisch.

BVZ.at hatte in der Vergangenheit immer wieder berichtet: