Erstellt am 14. September 2011, 00:00

Hauskatze erschossen. TIERQUÄLEREI / Zwei Zimmertiger wurden in Baumgarten von Unbekannten angeschossen. Einer der Vierbeiner verendete.

Katzenfeind. In Baumgarten wurde Ende August eine Katze erschossen. Kurz darauf wurde auch eine zweite Katze der selben Haustierbesitzerin angeschossen. Bei der erneuten Tat handelte es sich zum Glück nur um einen Streifschuss.BVZ  |  NOEN
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BAUMGARTEN / „Wenn es jemand fertigbringt, auf eine hilflose Katze zu schießen, wer weiß ob so jemand nicht auch auf ein Kind oder einen Erwachsenen schießt, nur weil diese ihm nicht in den Kram passen?“, zeigt sich eine Katzenbesitzerin aus Baumgarten besorgt, deren Haustier Ende August erschossen wurde.

Am 31. August wurde die betroffene Baumgartnerin von ihrer Nachbarin in der Arbeit angerufen. „Meine Katze lag verletzt bei ihr im Garten. Eine Freundin von mir hat sie abgeholt und ist mit ihr in die Tierklinik gefahren, da ich von der Arbeit nicht weg konnte“, berichtet die Besitzerin. Als das Tier in der Klinik in Landeck ankam, war es aber bereits zu spät.

„Der Arzt meinte, es würde sich entweder um eine Schuss- oder um eine Stichwunde handeln. Bei uns gibt es zwar einige Baustellen in der Nachbarschaft, aber meine Katze war am Rücken im Bereich der Nieren verletzt. Da hätte sie schon sehr unglücklich fallen müssen, um sich gerade dort eine Stichwunde zu holen“, meint die Baumgartnerin, die bereits zu diesem Zeitpunkt nachdenklich und skeptisch über die Ursache der Verletzung war.

Der zweite Vorfall ereignete sich in der Vorwoche. Die Tierliebhaberin entdeckte einen roten Blutfleck auf der Pfote ihrer zweiten Katze.

Bei näherer Betrachtung stellte die Baumgartnerin fest, dass ihr Haustier am Hals verletzt war, und fuhr sofort mit der Katze in die Tierklinik. Beim Röntgen wurde ein Projektil eines Luftdruckgewehrs im Hals des Haustieres gefunden. „Gott sei Dank handelte es sich nur um einen Streifschuss, meine Katze dürfte noch rechtzeitig davongelaufen sein“, erzählt die Besitzerin erleichtert. Aufgrund der gleichen Eintrittswunde stand fest, dass die erste Katze erschossen worden war.

Weitere Katze verletzt,  aber wieder wohl auf

Der behandelnde Arzt wollte nach dieser Entdeckung Anzeige erstatten, jedoch war dies nicht mehr nötig, da die Katzenbesitzerin dies bereits getan hatte. „Meine Katze ist mittlerweile wieder wohlauf, befindet sich aber noch unter Quarantäne“, so die Baumgartnerin etwas erleichtert.

Die Tierliebhaberin besaß insgesamt vier Katzen, die sie vor zwei Jahren gefunden hatte und mit der Flasche aufzog. Dadurch entwickelte sie einen besonders starken Bezug zu den Tieren. Aus Sorge um ihre Vierbeiner behielt sie diese eine Woche lang im Haus. „Heute habe ich sie zum ersten Mal wieder rausgelassen, weil sie ihren Freilauf brauchen. Trotzdem habe ich totale Angst, dass jemand auf sie schießt“, erklärt die Baumgartnerin besorgt.

Die Katzenbesitzerin fragt sich nach dem Grund: „Viele Leute in der Nachbarschaft haben Katzen, weil wir auch einige Bauerhöfe hier haben. Aber warum wurde gerade auf meine geschossen? Ich verstehe es einfach nicht“, fragt sich die betroffene Baumgartnerin.

Laut Polizei handelt es sich hier um einen Fall von Tierquälerei. Katzen dürfen zwar frei herumlaufen, jedoch hat ein jeder Bürger das Recht, diese zu fangen und sie ins Tierheim zu bringen, falls er sich durch das Tier belästigt fühlt. Jedoch darf er sie auf keinen Fall verletzten.

Kleinkaliberwaffen fallen nicht unter die Waffenscheinpflicht. Luftdruckgewehre sind im freien Handel für alle Personen ab 18 Jahren problemlos zu erweben. Mit welcher Waffe der noch unbekannte Täter geschossen hat, steht jedoch noch nicht fest.