Erstellt am 01. Oktober 2014, 13:49

Klage eingereicht: Eitel gibt nicht auf. Nach ärztlichem Gutachten macht Eitel nun Ernst und reicht Klage wegen Diskriminierung und Schadenersatz ein.

Eitel gibt weiterhin nicht auf und hofft noch immer auf eine persönliche Entschuldigung von Schlagerstar Helene Fischer.  |  NOEN, Eder/Ludewig

Der an amyotropher Lateralsklerose (ALS) leidende Bad Sauerbrunner Heimo Eitel fühlte sich bei einem Konzertbesuch von Goldkelchen Helene Fischer in Mörbisch wegen seiner Behinderung diskriminiert und forderte eine persönliche Entschuldigung von der Schlagerqueen -

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Eitel betont: Habe keine bösen Absichten

Nachdem diese bis heute ausblieb, und auch ein Schlichtungstermin erfolglos verlief, macht der Pensionist nun ernst und reichte eine Klage wegen Diskriminierung und eine zusätzliche Schmerzensgeldforderung von 20.000 Euro ein. „Ein Arzt hat mir mittlerweile bestätigt, dass sich die Schmerzschübe aufgrund der psychischen Belastung seit dem Vorfall gesteigert haben“, begründet Eitel seine Forderung.

Er betont aber auch, dass er gegenüber der Musikerin keine bösen Absichten habe, lediglich das öffentliche Eingestehen eines Fehlverhaltens ihrerseits liegt in seinem Interesse.

Stimmen: „Der will sich nur wichtig machen“

Von der Beschuldigten selbst liegt nur ein Statement vor, indem sie beteuert, Menschen mit Behinderung nie minderwertig zu sehen, und so es den Anschein hatte, dies ein absolutes Missverständnis war. Doch Eitel entgegnet dieser Aussage: „Die hat mich und die anderen Mitglieder unserer Gruppe eindeutig ausgelacht, das war kein einfaches Bühnenlächeln“.

Unterdessen werden die Stimmen nicht nur in diversen Internetforen, sondern auch in der Kurgemeinde gegen den ALS-Patienten immer Lauter.

„Der will sich nur wichtig machen“, oder „So krank kann der gar nicht sein, wenn er jeden Tag gemütlich im Kaffeehaus sitzen kann“ heißt es aus der Ortschaft. Eitel selbst will davon nichts wissen. „Reden können die Leute, was sie wollen, aberzu mir persönlich hat noch niemand etwas gesagt“ erzählt der Bad Sauerbrunner.

Die BVZ berichtete laufend über den Rechtsstreit: