Erstellt am 17. September 2014, 12:26

von Michael Kremser

„Helene Fischer war sehr hilfsbereit“. Nach dem Rechtsstreit zwischen Heimo Eitel und dem Schlagerstar berichtet ein Fan von einer Begegnung nach einem Konzert.

Christopher Reinprecht berichtet von Freundlichkeit der Schlagerqueen Helene Fischer.  |  NOEN, BVZ

Zur „Causa Fischer“ (

) meldete sich nun Christopher Reinprecht zu Wort.

„Sie hat Autogramme gegeben und ließ sich fotografieren“

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„Ich kann mir das nicht vorstellen, dass Helene Fischer sich so verhalten hat, wie es Herr Eitel darstellt. Ich war vor zwei Jahren bei einem Konzert hinter der Bühne. Der Schlagerstar war sehr nett, hat sofort Autogramme gegeben und ließ sich auch fotografieren“, berichtet nun der Mörbischer, der ebenfalls an einer Behinderung leidet. Mittlerweile wird der Streit immer skurriler.

Nachdem es bei dem Schlichtungsverfahren Ende August zu keiner Einigung kam, und sich Fischer bis heute nicht bei dem ALS-Kranken Bad Sauerbrunner Heimo Eitel entschuldigte, klagt dieser jetzt auf Schmerzensgeld.

Diskriminierung: Eitel klagt wegen Schmerzensgeldforderung

Zur Vorgeschichte: Schlagerstar Helene Fischer wird von Eitel beschuldigt, ihn als Teil von einer Gruppe von Mobilitätseingeschränkten bei einem Konzertbesuch in Mörbisch nicht nur ignoriert, sondern auch ausgelacht zu haben.

Eitel zog daraufhin eine Klage wegen Diskriminierung von Menschen mit Behinderung in Erwägung. Mittlerweile hat sich sein Gesundheitszustand aber dermaßen verschlechtert, dass mit der Anklage eine Schmerzensgeldforderung von 20.000 Euro einhergeht.

„Seit dem Diskriminierungsvorfall haben sich die Krankheitsschübe meines Mandanten erheblich vervielfacht“, argumentiert Staranwältin Astrid Wagner die Forderung.

Gemischte Gefühle in Heimatgemeinde von Kläger Eitel

Vor allem bei treuen Fans der Schlagerqueen stößt Eitel damit an. Wie der Kurier berichtete, kam es zu Drohanrufen in der Kanzlei und auch Eitel selbst muss sich einiges an Kritik gefallen lassen - von wüsten Beschimpfungen im Internet bis hin zu Telefonterror ist alles dabei.

Auch in seiner Heimatgemeinde steht man Eitels Vorhaben mit gemischten Gefühlen gegenüber. Während einige wenige von „einem Zeichen setzen“ sprechen, unterstellen im viele einen starken Drang nach medialer Aufmerksamkeit.

Der Bad Sauerbrunner Roland Posch empfindet die Klage als Schande: „Wir in Sauerbrunn sind nicht alle so! Ich kann gar nicht nachvollziehen, was diesem Menschen im Kopf vorgeht, dass er auf die absurde Idee so einer Klage kommt.“