Erstellt am 25. November 2015, 09:13

von Christopher Ivanschitz

Hilferuf einer Mutter: Zuckerkranke Anna mit Problemen. Anna McGettigan würde aufgrund ihrer Zuckerkrankheit Hilfe in der Schule benötigen - Behörden lehnten Antrag ab.

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Die sechsjährige Anna McGettigan besucht seit September die Volksschule der Gemeinden Draßburg und Baumgarten, hat aufgrund ihrer Zuckerkrankheit jedoch Probleme, den Schulalltag zu bewältigen.

In solchen Fällen wird gewöhnlich eine „Eingliederungshilfe“ Seitens des Landes zur Verfügung gestellt, welche das Kind während der Schulzeit unterstützt und betreut. Bei Anna McGettigan wurde der Antrag einer solchen „Eingliederungshilfe“ jedoch abgelehnt, so ist deren Mutter Inga McGettigan verpflichtet, den ganzen Tag an der Seite ihrer Tochter in der Schule zu verbringen. „Ich habe insgesamt fünf Kinder. Natürlich ist es eine große Belastung, das ich von Montag bis Freitag jeweils bis 13 Uhr in der Schule sitzen muss“, zeigt sich die Mutter bestürzt.

Antrag wurde vom Land abgewiesen

Nachdem der Antrag im Feber des heurigen Jahres eingereicht und dieser nach einer Untersuchung durch einen Landespsychologen abgewiesen wurde, war die Verwunderung bei den Eltern und auch bei der Direktorin groß. „Die Psychologin meinte, dass meine Tochter keine ständige Hilfe brauchen würde. Dies ist allerdings unverantwortlich, da Anna unter anderem die Insolin-Pumpe nicht alleine bedienen kann und dies schwerwiegende Folgen haben könnte“, so die betroffene Mutter.

Auch Direktorin Helga Ludwig kann dem psychologischen Beschluss nichts abgewinnen: „Ich habe mein Möglichstes getan. Allerdings denke ich, dass es Sparmaßnahmen des Landes sind und alle Anträge gestrichen werden, die nach dessen Ermessen nicht notwendig sind.“ Seitens der zuständigen Behörden wollte man zu diesem Fall kein Statement abgeben, allerdings wies man darauf hin, dass immer mehr Anträge für Eingliederungshilfen eingehen, diese aber oft nicht gerechtfertigt sind.