Erstellt am 09. September 2015, 07:40

von Alfred Wagentristl

Hirm sagt Reise nach Ungarn ab. Die Hirmer Bürgermeisterin Inge Posch-Gruska ändert aus Protest das Ziel des Betriebsausflugs der Gemeinde.

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Für den diesjährigen Betriebsausflug der Gemeinde Hirm war eigentlich eine Stadtführung durch Sopron und ein Besuch beim Schloss Esterháza in Fertöd angesetzt.

In Anbetracht der Flüchtlingsproblematik, speziell aus Ablehnung gegen den Umgang des Ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban mit der Thematik, hat Bürgermeisterin Inge Posch-Gruska das Reiseziel nun geändert: „In so ein Land will ich nicht auf Urlaub fahren.“

Die Tatsache, dass Menschen in Ungarn statt mit dem Zug über die Grenze gelassen zu werden interniert werden stößt der Bürgermeisterin besonders sauer auf.

„Menschen in Notsituationen brauchen Unterstützung und dürfen nicht in Lagern interniert werden - das ist der falsche Zugang“, begründet Inge Posch-Gruska die Planänderung.

Der Ausflug der Gemeinde Hirm wird dieses Jahr stattdessen nach Wien führen

Die Bürgermeisterin und Abgeordnete des Bundesrates pflegt in ihrer Gemeinde einen gänzlich anderen Umgang mit der aktuellen Flüchtlingsproblematik. In ihren Statements fordert sie immer wieder einen verantwortungsvollen Umgang mit der Thematik und den Betroffenen ein.

Auch seitens der Gemeinde zeigt man sich bemüht, vorhandene Ressourcen für die Unterbringung von Flüchtlingen nutzbar zu machen.