Erstellt am 01. Mai 2013, 00:00

Hoch oben am Gipfel des Kilimandscharo. Leidenschaft Bergsteigen / Monika Doktor erklomm die Spitze des höchsten Berges Afrikas, die sich auf 5.895 Metern Seehöhe befindet.

Erlösendes Gefühl. Monika Doktor auf der Spitze des Kilimandscharo, dessen Spitze sie im Morgengrauen des 1. Jänner 2013 erklommen hatte. zVg  |  NOEN
Von Richard Vogler

MATTERSBURG / Das erlösende Gefühl, wenn man einen Gipfel bestiegen hat oder die Freiheit beim Aufstieg auf den Kilimandscharo, kennen die meisten von Filmen oder Büchern. Die aus Mattersburg stammende Monika Doktor (sie wohnt mittlerweile in Wien, ist am Wochenende jedoch zumeist in Mattersburg) hat dies selbst erlebt und ist eine der wenigen Burgenländerinnen, die bereits den Kilimandscharo bestiegen hat. Die Ursprünge ihrer Passion, dem Bergsteigen, liegen schon mehr als zehn Jahre zurück. „Mit 28 habe ich mir eingebildet, dass ich einmal einen 3.000er erklimmen will. Ich habe mich dann erkundigt, welche Berge es in dieser Kategorie gibt und habe dann ein Jahr lang hintrainiert“, berichtet Doktor. Im Sommer 2004 bestieg sie den Petzek im Nationalpark Hohe Tauern und damit hatte sie das Bergfieber gepackt. „Ich kann mich noch genau zurückerinnen. Rund herum nur Natur und das Ziel geschafft zu haben – dieses Gefühl war einfach unbeschreiblich. Es stand fest: Ich wollte einfach höher hinaus.“ 2007 absolvierte sie eine 15-tägige Trecking Tour am Himalaya, fernab von der Zivilisation unter der Führung von Sherpas, wobei sie bis auf eine Höhe von 5.416 Metern zum Thorong La- Pass gelangte. 2009 war sie auf Urlaub in Kenia. „Da hab ich den Kilimandscharo gesehen und ich habe gewusst, dass ich diesen Berg einmal besteigen werde. Das war eigentlich schon immer ein Traum von mir.“ Eine spezielle Vorbereitung absolvierte sie dafür nicht. „Drei, viermal in der Woche habe ich wie eigentlich schon immer Ausdauertraining gemacht.“ Ende Dezember 2012 startete dann die Sieben-Tages-Tour rauf zum Kilimandscharo. Zu gefährlichen Situationen ist es glücklichweise nicht gekommen. „Für den Körper ist so ein Anstieg eine enorme Belastung. Die Luft ist in solchen Höhen sehr dünn und man schläft nicht so gut wie sonst.“ In der Silvesternacht erfolgte der Anstieg und den Sonnenaufgang des 1. Jänner erlebte sie am Gipfel, auf 5.895 Metern Seehöhe.“ Die höchste Spitze des Kilimandscharo machte Appetit auf noch mehr. „Ich habe mir vorgenommen, in den nächsten drei Jahren einen 6.000er zu schaffen. Ich habe in Südamerika zwei, drei Berge in Aussicht“.