Erstellt am 10. April 2013, 09:36

Hunde rissen Reh bei Volksschule. Getötet | Trotz Leinenpflicht liefen Hunde in Forchtenstein frei herum und bissen ein trächtiges Reh im Wohngebiet zu Tode.

 |  NOEN, zVg
Am Dienstagnachmittag nach Ostern trieben zwei streunende Labradormischlinge in Forchtenstein ein Reh vom Feld in den Funcourt bei der Volksschule und bissen es zu Tode. Josef Strodl von der Jägergenossenschaft Forchtenau wurde von seiner Tochter, die den Vorfall mit ansah, verständigt. „Als ich zum Funcourt gekommen bin, war das Reh bereits verendet. Gemeinsam mit der Polizei haben wir versucht, die Hunde an die Leine zu nehmen. Einer der beiden war von der Hetze ziemlich erschöpft, der andere war noch aggressiv“, schildert Josef Strodl die Situation, die durch die anliegende Wohnanlage von einigen Forchtensteinern verfolgt wurde und er fügt hinzu: „Ich habe das Reh versorgt und dabei bemerkt, dass es mit zwei Rehkitzen trächtig war. Das Tier war rundherum zerbissen. Der Anblick war fürchterlich.“

Die Tiere wurden von der Polizei zur Gemeinde gebracht, wo sie in der Zwischenzeit verwahrt wurden. Den Besitzer zu eruieren erwies sich anfänglich als etwas schwierig, da die Hunde nicht registriert waren. „Der Besitzer wollte die Hunde zunächst nicht abholen. Erst als ihm angedroht wurde, dass sie auf seine Kosten in die Sammelstelle nach St. Magarethen gebracht werden, konnten sie ihm erfolgreich übergeben werden“, so Jäger Josef Mössner.

Die beiden Hunde seien laut dem Forchtensteiner bereits dafür bekannt, dass sie im Wald herumstreunen. Einige Tage zuvor soll sich ein Spaziergänger von den beiden Tiere bedroht gefühlt haben. „Gut war nur, dass zu dem Zeitpunkt des Vorfalls beim Funcourt, in der Schule und im Kindergarten kein Betrieb war“, merkt Josef Mössner an. Der Hundebesitzer wird von der Bezirkshauptmannschaft Mattersburg angezeigt. Was mit den Tieren passiert, kann Amtstierarzt Herbert Wildt noch nicht sagen. Laut Josef Strodl kommt es trotz Leinenpflicht in Forchtenstein immer wieder zu Vorfällen, bei denen Rehe von freilaufenden Hunden gerissen werden. „Wir haben schon öfter Hunde im Wald herumlaufen sehen. Ich bitte die Hundebesitzer höflich, ihre Tiere an die Leine zu nehmen. Die meisten sind einsichtig, aber es gibt auch welche, die unbelehrbar sind und ungehalten reagieren“, so der Jäger.