Erstellt am 16. Januar 2013, 00:00

Hundeattacke in Marz. Auf dem Weg der Besserung / Die 75-jährige Marzerin, die vorige Woche von einem Schäferhund gebissen wurde, ist wieder zu Hause.

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Von Katharina Tschürtz

MARZ / Die 75-jährige Pensionistin, die vergangenen Mittwoch von einem Schäferhund gebissen worden war, befindet sich auf dem Weg der Besserung und konnte am Sonntag das Krankenhaus verlassen.

„Mir geht es schon ganz gut. Morgen muss ich zur Kontrolle zum Arzt. Ein wenig einen Schock habe ich noch. Im Großen und Ganzen ist aber alles gut ausgegangen. Ich habe 100 Schutzengel gehab“, berichtet die Marzerin im Gespräch mit der BVZ. Auf die Frage hin, ob etwas zurückbleiben wird, meint sie nur: „Ich habe mir die Kopfverletzung selbst noch gar nicht angesehen. Es könnte höchstens eine Narbe zurückbleiben.“

Hund wird beobachtet - Entscheidung folgt 

 

Was mit dem Hund passieren wird, ist noch nicht entschieden. „Der Schäferhund steht unter Beobachtung und muss von seinem Besitzer sicher verwahrt werden. Die Erstuntersuchung auf Tollwut war negativ. Nun müssen wir das Ergebnis der Zweituntersuchung abwarten. In 10 Tagen wissen wir mehr. Danach wird die Gemeinde in Verbindung mit der Bezirkshauptmannschaft über weitere Maßnahmen entscheiden“, so Herbert Wildt, Amtstierarzt der BH Mattersburg. Für den Marzer Bürgermeister Gerald Hüller steht fest: „Wenn es keine Regelung von Haus aus gibt, werden wir uns mit dieser Sache befassen und einen Grundsatzbeschluss im Gemeinderat fällen. Wenn man im Ort unterwegs ist, sollte man seinen Hund an die Leine nehmen. Besonders in Bereichen, an denen sich mehrere Menschen aufhalten, wie zum Beispiel am Friedhof, wo auch der Kindergarten in der Nähe ist, sollte es selbstverständlich sein, dass man mit erhöhter Sorgfalt agiert.“

Laut dem Tiermediziner sei dem Hundehalter der Vorfall sehr unangenehm und er zeige sich einsichtig. „Ihm ist nicht egal, was der Dame passiert ist“, so Herbert Wildt.

Bei dem Besitzer des Schäferhundes handelt es sich ebenfalls um einen Pensionisten aus Marz. Gegen den über 70-Jährigen wurde Anzeige erstattet. Die Polizei leitete die Ermittlungen gegen ihn ein. Eine Anzeige nach dem Strafgesetz wegen fahrlässiger Körperverletzung folgt. Die BH hat zudem zu prüfen, ob das Tierhaltegesetz eingehalten wird. „Vor diesem Vorfall gab es laut meines Wissens bislang noch keine offizielle Anzeige gegen den Hundebesitzer“, so Bezirkspolizeikommandant Robert Galler.