Erstellt am 09. Mai 2012, 00:00

Illegaler Lkw-Verkehr: Ortschefs wehren sich. MAUTGEBÜHREN / Neue Verkehrsschilder und verstärkte Polizeikontrollen sollen Schwerverkehr aus den Ortschaften bringen.

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VON HELGA OSTERMAYER

BEZIRK / Schon 2005 erließ die Bezirkshauptmannschaft Mattersburg auf der B53 - von Kleinfrauenhaid bis zur Landesgrenze bei Wiener Neustadt - ein Lkw-Fahrverbot. Dennoch donnern gezählte 140 Lkws, die nicht ihren Quell- und Zielverkehr in den Gemeinden Pöttsching, Neudörfl, Krensdorf, Sigleß und Zillingtal haben, täglich durch die Ortsstraßen (die BVZ berichtete bereits im Februar darüber). Start und Ziel dieser Lärm- und Feinstaub verursachenden Brummer ist das Logistikzentrum in Müllendorf. Jetzt setzen sich die betroffenen Ortschefs zur Wehr.

Um diesem Problem Herr zu werden, fand am Freitag ein Treffen der Gemeindevertreter der betroffenen Orte sowie Mitarbeitern des Kuratoriums für Verkehrssicherheit, der Wirtschaftskammer und Verkehrsreferenten der Bezirkshauptmannschaften Eisenstadt und Mattersburg statt.

Frächter wollen sich die  Autobahn-Maut sparen

„Die Frächter, die diese Straßen verbotenerweise benutzen, wollen sich so die Autobahnmaut ersparen“, so Lotter. Ihm ist auch bewusst, dass die Lkw-Fahrer sich gegenseitig per Funk vor Verkehrskontrollen warnen.

Wie es nun weitergehen soll? „Wenn Betriebe in den Orten angefahren werden müssen, wo ihr Quell- und Zielort ist, so können das die Lkws natürlich tun. Für alle anderen werden wir die Lkw-Fahrverbotsvorankündigungen in Form von Verkehrsschildern neu aufstellen“, so Lotter. Wo diesbzüglich die besten Standorte sind, das muss erst von Verkehrsexperten geklärt werden. „Außerdem werden wir den Auftrag an die Polizei erteilen, das Lkw-Fahrverbot auf dieser Strecke verstärkt zu kontrollieren“, fährt der Verkehrsreferent der Bezirkshauptmannschaft fort. Pöttschings Bürgermeister Herbert Gelbmann fordert: „Es geht uns darum, dass Lkws, die von der Schnellstraße kommen, nicht über die Ortschaften fahren, sondern höherrangige Straßen benutzen. Weiters wollen wir, dass das Lkw-Fahrverbot eingehalten wird. Besonders im Sommer, wenn sich die Menschen draußen aufhalten, merkt man den Schwerverkehr und die damit verbundene Lärm- und Staubbelastung stark.“ Anfang des Jahres beauftragten die Gemeinden Pöttsching und Zillingtal das Kuratorium für Verkehrssicherheit mit der Erhebung des Lkw-Verkehrs.