Erstellt am 22. Mai 2013, 00:00

Illegaler Müll: 15 Kubikmeter pro Woche. Fehlendes Umweltbewusstsein / Zwischen sechs und neun Fuhren Mist auf einem Klein-Lkw entsorgen die Gemeindemitarbeiter wöchentlich.

Kein Einzelfall. An den Mattersburger Feldwegen landet immer wieder Unrat, der eigentlich auf die Müllsammelstelle gehört.zVg  |  NOEN, zvg
Von Richard Vogler

MATTERSBURG / Die Gemeindemitarbeiter haben alle Hände voll zu tun, um illegal abgelagerten Müll zu entferen. Woche für Woche sammelt sich an die 15 Kubikmeter illegaler Müll im Stadtgebiet von Mattersburg an. „Jeden Freitag ist unsere ‚Container-Partie‘ unterwegs. Dann werden jene Müllsäcke, die bei den Glas- oder Alucontainer abgestellt wurden, eingesammelt. Ein weiterer Teil der Arbeit besteht darin, den Unrat von den Feld- und Güterwegen zu entfernen“, berichtet Bauhofleiter Günter Dorner.

Neben Müllsäcken, Verpackungen gibt es dort auch größere „Fundstücke“, wie Dorner zu berichten weiß: „Es ist auch schon vorgekommen, dass Badezimmer und Duschkabinen oder auch Fliesen dort entsorgt wurden“, so Dorner. Unterm Strich sammelt die Container-Partie Unrat zwischen sechs und neun Fuhren eines Klein-Lkw ein, auf diesen passen zwischen eineinhalb und zwei Kubikmeter. Im Schnitt werden geschätzte 15 Kubikmeter auf die Mülldeponie transportiert.

Stadträtin Rafaela Strauß und Manfred Klug tönen ins selbe Horn: „Es ist unverständlich, dass der Mist nicht ordnungsgemäß entsorgt wird!“ und wollen die Aktion „Sei keine Dreckschleuder!“ wieder in Erinnerung rufen, Klug wird in den nächsten Wochen eine Plakatwand mit dieser Aktion in Mattersburg aufstellen lassen. Von Seiten der Gemeinde soll laut Strauß in den nächsten Stadtnachrichten wieder an das Umweltbewusstsein der Mattersburger appelliert und die Öffnungszeiten der Müllsammelstelle publiziert werden. In der Volksschule (Strauß ist dort Direktorin) wird alle zwei Jahre ein Workshop in Kooperation mit dem Burgenländischen Müllverband veranstaltet.