Erstellt am 17. Oktober 2012, 00:00

Keine Anfechtung der Wahlen in Marz. Wahlfrist vorüber / Marzer SPÖ akzeptiert den Wahlausgang: Geringe Erfolgsaussichten bei Berufung und „um die Sache ruhen zu lassen.“

Schlammschlacht. SPÖ-Vize Dieter Weiss gab Vorschlag zu spät ab.  |  NOEN
Von Richard Vogler

MARZ / Es war der Aufreger schlechthin im Zuge des Gemeinderatswahlkampfes: Die „Causa Marz“. SPÖ-Vizebürgermeister Dieter Weiss hatte den Wahlvorschlag zu spät abgegeben, was eine Politschlammschlacht zur Folge hatte.

Mitte der Woche wollte der Marzer SPÖ-Funktionär Heinz Hoffmann noch um eine Neuauflage der Wahlen kämpfen. „Juristen schauen sich den Fall genau an. Besteht die Aussicht, dass wir gegen die Wahl erfolgreich Einspruch erheben können, so werden wir dies tun“, so Hoffmann. Montag dieser Woche um Mitternacht endete die Einspruchsfrist und die SPÖ ließ diese – ohne gegen den Wahlausgang zu berufen – verstreichen. „Die Erfolgsaussichten waren nicht großartig. Wenn es eine klare Geschichte gewesen wäre, hätten wir Einspruch erhoben. Es hätte Zeugeneinvernahmen gegeben, die ganze Sache hat bereits enorm viel Staub aufgewirbelt. Auch um die ganze Sache ruhen zu lassen, akzeptieren wir den Wahlausgang“, hielt Hofmann Montagabend dieser Woche fest. ÖVP-Bürgermeister Gerald Hüller ist froh, dass „die Sache vorüber ist. Das alles war sehr belastend für die Dorfgemeinschaft. Wenn die SPÖ nun einsieht, dass es ein Fehler ihrerseits war, ist es zu spät.“ Heinz Hoffmann hat einen Neustart bei der SPÖ-Ortsorganisation nun angekündigt. „Im kommenden Jahr soll ein neues Team stehen.“