Erstellt am 07. Dezember 2011, 00:00

Keine Örtlichkeiten für ein Stadtmuseum. KULTURGÜTER / Künstlerin Friederike Lorenz-Hartl fordert ein eigenes Stadtmuseum. Gemeinde plant Themenausstellungen.

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VON HELGA OSTERMAYER

MATTERSBURG / Die Bezirkshauptstadt verfügt über kein Stadtmuseum mehr, das kreidet ihr der „Museumsverein“ heftig an und fordert zugleich die Stadt auf, wieder Räumlichkeiten für ein solches zur Verfügung zu stellen. „Wir hatten ein Museum, direkt am Veranstaltungsplatz, im Haus, wo jetzt der Hartlauer drinnen ist“, erzählt Vereinsmitglied Künstlerin Friederike Lorenz-Hartl. „Als das Haus, das zur Gänze Museum war, in einer Nacht- und Nebelaktion verkauft wurde, übersiedelten wir mit den Ausstellungsstücken in Räumlichkeiten, die uns die ehemalige Bauermühle zur Verfügung stellte“, so Lorenz-Hartl. Aber auch von hier mussten die Schaustücke, die von der bäuerlichen Geschichte Mattersburgs zeugten, vor dem Umbau der Bauermühle wieder ausziehen. Die Exponate waren und sind, laut Lorenz-Hartl, heute noch in ganz Mattersburg verstreut.

„Der Verein machte ein altes Bauernhaus mitten in der Stadt ausfindig, das für sich alleine schon ein Museum wäre, aber auch das haben wir nicht bekommen“, klagt die Künstlerin, die als Motor des Museumsvereines fungiert. „Es ist eine Schande für Mattersburg, dass wir kein Museum haben. Für Kunst und Kultur hat die Stadt leider nichts übrig“, ist die Künstlerin empört. Auch von Seiten des Altbürgermeisters Eduard Sieber, ebenso Mitglied des Vereins, gab es Bestrebungen für ein Stadtmuseum: „Es gab bereits vor längerer Zeit Gespräche mit Bürgermeisterin Ingrid Salamon. Es war lose angedacht, dass wir einmal Ausstellungsräume bekommen. Konkrete Pläne gab es aber nicht“, so Sieber.

Eine konkrete Absage für eine Stadtmuseum kommt von SPÖ-Vizebürgermeister Helmut Marban: „Wir haben derzeit keine Örtlichkeiten für ein Heimatmuseum. Wir denken jedoch daran, Themenausstellungen einzurichten, dafür könnten wieder Räumlichkeiten in der Bauermühle zur Verfügung gestellt werden. Die Exponate müssen jedoch vorher gesichtet und katalogisiert werden.“

Ein Museum soll her. Künstlerin Friederike Lorenz-Hartl.