Erstellt am 18. März 2016, 04:44

von Bettina Eder

Keine Ruhe ums KUZ. Jury-Entscheid „endgültig“, aber geheim. Mattersburger ÖVP und Plattform befürchten weiter, dass „wenig vom KUZ übrig bleiben wird.“

 |  NOEN, Vogler
Zuerst hätte das Kulturzentrum ganz abgerissen werden sollen, nach Protesten einigte man sich auf eine „Generalsanierung“ und einen Architektenwettbewerb. Nun steht die Entscheidung der Jury – und ist laut Büro von Landesrat Helmut Bieler (SPÖ) fix: „Die Kommission hat in ihrer Sitzung die endgültige Bewertung der Projekte vorgenommen und einen Bestbieter ermittelt.“ Details sind derzeit keine zu erfahren.

„Die Verständigung der Teilnehmer von der Reihung der Projekte erfolgt am 1. April 2016. Daran schließt sich die vergaberechtliche Stillhaltefrist, sodass der Name des Bestbieters und Details zum Siegerprojekt Mitte April der Öffentlichkeit bekannt gegeben werden“, ist aus dem Büro Bieler zu hören. Betont wird die „strenge Verschwiegenheitspflicht“, die anderen involvierten Parteien sauer aufstößt.

Plattform: „Intransparenz ist ein Wahnsinn“

„Die Intransparenz ist nach wie vor ein Wahnsinn. Sogar die Ausschreibungsunterlagen waren in der zweiten Phase unter Verschluss“, so der Sprecher der Plattform zur Erhaltung des KUZ, Johann Gallis. Er befürchtet nach wie vor, dass „da vom KUZ nicht viel stehenbleiben wird.“ In dieselbe Kerbe schlägt die ÖVP, die mutmaßt, dass „entgegen früherer SPÖ-Versprechen vom bestehenden Gebäude wenig übrig bleiben wird.“

Die Bezirks-SPÖ, angeführt von Landtagspräsident Christian Illedits, wiederum „garantiert die Erhaltung des historischen Gebäudes“. „Die wesentlichen Merkmale sollen beim Umbau erhalten bleiben“, erklärt auch Bürgermeisterin Ingrid Salamon (SPÖ).

Weitergehen dürfte die Diskussion im nächsten Gemeinderat diese Woche, wo ÖVP-Vizebürgermeister Michael Ulrich das Thema auf die Tagesordnung bringen will und den aktuellen Planungsstand erfahren will. Beide – SPÖ und ÖVP - drängen auf eine rasche Umsetzung.