Erstellt am 03. Dezember 2014, 08:59

von Michael Kremser

Kindergarten braucht Rettungsplan. Pfarrkindergarten / Die Kinderbetreuungsstätte müsste dringend generalsaniert werden, allerdings gibt es keine finanziellen Mittel dafür.

Noch können die kleinen Stadtbürger den Kindergarten in der Hauptstraße besuchen, wie lange, bleibt allerdings zum jetzigen Zeitpunkt ungeklärt.  |  NOEN, Bauer

Der Pfarrkindergarten in Mattersburg wird seit mehr als 40 Jahren als private Kinderbetreuungsstätte der Pfarre geführt. „Leider merkt man das hohe Alter des Kindergartens auch an der Bausubstanz, diese wurde immer nur auf das Notwendigste saniert, was nun eine komplette Generalüberholung zur Folge habe“, so die Stellungnahme der Pfarrgemeinde, die weiter ausführt: „Leider fehlt es uns aber an den finanziellen Mitteln, um eine Sanierung in diesem Ausmaß zu ermöglichen, zur Zeit stehen wir in Gesprächen mit der Stadtgemeinde, um gemeinsam eine Lösung zu finden, schließlich geht es hier ja um die kleinsten Gemeindebürger, die Zukunft ist allerdings noch ungewiss, zum jetzigen Ist-Zustand können wir im September nicht mehr öffnen.“

Gemeinde bestätigt Gespräche

Die Gespräche werden seitens der Gemeinde bestätigt, allerdings verweist man hier auf die Tatsache, dass mit den drei städtisch geführten Kindergärten (Auwinkel, Mühlgasse und Hochstraße) genügend moderne Betreuungsplätze vorhanden seien. „Natürlich sei es Schade, wenn der Pfarrkindergarten geschlossen werden muss, aber wenn die Sicherheit der Kinder nicht mehr gegeben ist, so ist das die logische Konsequenz und leider eine notwendige Maßnahme“, heißt es aus dem Gemeindeamt, und weiters wird erklärt: „Wir werden uns auf jeden Fall bemühen, eine gemeinsame Lösung, vor allem auch in Bezug auf das Personal und die Kinder zu finden, nur eines muss auch klar sein, als Gemeinde können wir uns keinen zusätzlichen Kindergarten leisten, vor allem wenn in den vorhandenen Betreuungsstätten ausreichend Plätze frei sind.“ Zur Zeit besuchen rund 40 Kinder in zwei Gruppen, einschließlich einer Integrationsgruppe die Privateinrichtung, sie werden aktuell von vier Pädagoginnen betreut. Pfarrer Kroiss möchte nun einen Spendenaufruf starten und für den Erhalt kämpfen.