Erstellt am 04. Juli 2012, 00:00

Klasse versäumte Flug zur Sprachreise in Malta. UM 6000 EURO TEURER /  Lehrer aus dem Gymnasium verwechselte Abflug- mit Ankunftszeit. Die Klasse flog einen Tag später.

 |  NOEN, zVg

VON RICHARD VOGLER

MATTERSBURG /  Für 15 Mattersburger Gymnasiasten startete die geplante Sprachwoche mit einer unliebsamen Überraschung: Als sie dort ankamen, war jener Flieger, mit dem sie nach Malta gelangen wollten, bereits abgeflogen. Der Schock war zunächst groß und die Ursache, warum man das Flugzeug nicht zeitgemäß erreichte, auch schnell gefunden: Der zuständige Professor, der die Sprachreise organisierte, verwechselte die Abflugs- mit der Ankunftszeit. Schnell fand man heraus, dass am darauffolgenden Tag ebenso ein Flieger nach Malta abhob, es wurde umgebucht und die Sprachreise konnte wie geplant stattfinden.

Es gab jedoch kein böses Blut bei Schülern oder Eltern. Alle Schüler traten die Sprachreise an und auch die Eltern sehen dem Pädagogen (er ist sehr beliebt bei den Schülern) die Verfehlung nach. „Das sehe ich nicht so tragisch. Anderen Lehrern, die mit den Schülern nichts unternehmen, kann so etwas gar nicht passieren.“

Eine Frage ist bis jetzt jedoch noch unbeantwortet. Die Sprachreise wurde infolge der Umbuchung teurer als geplant - pro Kopf kolportierte 400 Euro (dazu wollte offiziell niemand eine Stellungnahme abgeben) - bei 15 Schülern macht das 6000 Euro aus.

Auf den Kosten bleibt der Lehrer sitzen, er wird jedoch von vielen Seiten unterstützt. Die siebten Klassen verkauften Kuchen und Aufstrichbrote in der Schule, eine mögliche finanzielle Unterstützung von Seiten des Elternvereins wird in Betracht gezogen. Wie die finanzielle Angelegenheit abgeklärt wird, ist jedoch noch offen.

Der Pädagoge wollte gegenüber der BVZ keine Stellungnahme zu dem Vorfall abgeben.