Erstellt am 15. Februar 2012, 00:00

Auf dem Rücken der Kinder. RICHARD VOGLER über die Volksschule in Wiesen.

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Es ist eine unendliche Geschichte, die in der Erdbeergemeinde vorgetragen wird: Jene der Volksschuldirektorin Renate Auer, die anscheinend kein Fettnäppchen auslässt, um für Aufruhr in Wiesen zu sorgen. Die Zustände sind bekannt: Rund die Hälfte der Volksschulkinder, die in Wiesen die Schule besuchen könnten, werden in anderen Gemeinden unterrichtet. Wer immer auch schuld sein mag – als Grund für die Abwanderung wird die Leiterin der Volksschule Wiesen angegeben.

Nun gibt es den nächsten Akt im Wiesener Volksschultheater. Zunächst wurde den Kindern erlaubt, am Faschingsumzug teilzunehmen, dies wurde jedoch wieder revidiert. Die Enttäuschung der Kinder und die Verärgerung der Eltern, die sich frei genommen haben, sind nur allzu verständlich.

Der Landesschulrat hat bereits Untersuchungen zur Volksschule Wiesen durchgeführt, der Leiterin wurden keine Verfehlungen vorgeworfen. Dies mag zwar dem Gesetz nach stimmen, was jedoch bleibt, ist die traurige Erkenntnis, dass die Leidtragenden die Schüler sind. Und nichts wird unternommen, um an diesem untragbaren Zustand etwas zu ändern.

r.vogler@bvz.at