Erstellt am 26. Juni 2013, 00:00

Blick über die Ortstafel hinaus. Didi Heger über die neue Stamm- und Verbandsspielerreglung. Viele Vereine haben ihre Kader für die neue Saison schon beisammen. Die neue Legionärsregelung (siehe Artikel links) macht es für die Vereinsverantwortlichen auch etwas einfacher.

Viele Vereine haben ihre Kader für die neue Saison schon beisammen. Die neue Legionärsregelung (siehe Artikel links) macht es für die Vereinsverantwortlichen auch etwas einfacher. Nun können neben den fünf Eigenbauspielern und den fünf Verbandsspielern im (äußersten) Fall ja sechs Nicht-Österreicher auf dem Spielblankett aufscheinen, sollten sich nicht schon unter den Erstgenannten der eine oder andere Langzeit-Legionär befinden. Dies eröffnet natürlich einen größeren Spielermarkt als in der Vergangenheit – was auch teils freiwillig, teils unfreiwillig, genutzt wird.

Vor allem in den unteren Klassen passiert die Erhöhung der Legionärszahl nicht immer aus freien Stücken. Etliche Vereine sind nicht mehr in der Lage zwei Erwachsenenmannschaften Woche für Woche stellen zu können und behelfen sich der „Billigarbeiter“ aus den umliegenden Nachbarländern, um über die Runden zu kommen. Die Sinnfrage scheint trotzdem berechtigt. Klar ist das sonntägige Gekicke in vielen Gemeinden wichtig, aber ist der Preis, den einige umtriebige Funktionäre dafür bezahlen, noch angebracht? Früher oder später wird es ohnehin notwendig sein, die Gemeinschaft über die Ortstafel hinaus zu forcieren.