Erstellt am 13. März 2013, 09:19

Braune Aktionen ohne Folgen. RICHARD VOGLER über die Vorgangsweise der Freiheitlichen Jugend im „Fall Langberg“.

Es gibt leider noch immer Unverbesserliche, die die eine Affinität zum Nationalsozialismus haben und diese auch in Kreisen von Gleichgesinnten offen zur Schau stellen. Fritz Langberg etwa (siehe Artikel auf Seite 30) berichtete Parteikollgen der Freiheitlichen Jugend Burgenland in einem E-Mail vergangenen August von seiner Angst, dass ein Foto von ihm mit Hitlergruß vor einer Österreichfahne an die Öffentlichkeit gelangt.

Nicht weniger fragwürdig ist das Verhalten der Führungsköpfe der Freiheitlichen Jugend. Sanktionen von Seiten der Partei blieben aus, Langberg war bis vor kurzem Vorstandsmitglied. Langberg wirkt weiter in beratender Funktion mit und ein Parteiausschluss, mit dem man sich deutlich davon distanzieren hätte können, wird vom neuen Geschäftsführenden Obmann, Werner Wassicek aus Draßburg, nicht in Betracht gezogen.
Die Botschaft dieser Vorgangsweise ist indiskutabel: Braunes Gedankengut wird damit toleriert, was in unserer heutigen Zeit eigentlich kein Thema sein sollte.