Erstellt am 01. Dezember 2010, 00:00

Bürger kommt zum Handkuss. RICHARD VOGLER über den geplanten Schweinemastbetrieb in Lichtenwörth.

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Der Widerstand gegen den geplanten Schweinemastbetrieb in Lichtenwörth wird immer größer. KeinWunder, denn die Nitratbelastung in diesem Gebiet ist bereits jetzt um ein dreifaches höher als eigentlich erlaubt ist.

Zum einen gibt es die Resolution der 65 Gemeinden, die Mitglieder beim Wasserleitungsverband Nordburgenland sind. Zum anderen wird im Landtag bei der nächsten Sitzung beschlossen werden, dass die zuständigen Stellen alle gesetzlichen Möglichkeiten ausschöpfen sollen, den neuen Schweinestall zu verhindern. Bemerkenswert und nicht ganz alltäglich ist dabei, dass die beiden Großparteien konform gehen. Im Landtag und beim Wasserleitungsverband gibt es bekannterweise sowohl SPÖ- als auch ÖVP-Vertreter und somit wird auch von der eigenen Fraktion an ÖVP-Minister Nikolaus Berlakovich herangetragen, endlich einzuschreiten.

Sollten alle Interventionen nicht von Erfolg gekrönt sein und der Schweinemastbetrieb mit den 2490 Tieren wirklich gebaut werden, ist bereits jetzt klar, wer zum Handkuss kommen wird : Die Steuerzahler. Denn eine Aufbereitungsanlage um zehn Millionen Euro müsste gebaut werden und diese werden wohl oder übel die Kunden des Wasserleitungsverbandes bezahlen müssen.

KOMMENTAR

r.vogler@bvz.at